Psychische Traumata, Kränkungen und chronischer Schmerz – ein neues Therapiekonzept mit Japanischer Akupunktur

Termin: 27.05.2019 in Bad Nauheim und 14.9.2019 in München

Referent: Dr. Jürgen Schottdorf

Dr. med. Jürgen Schottdorf ist Facharzt für Allgemeinmedizin. Er unterrichtet als Dozent international, u.a. bis 2016 beim Harvard Course „Structural Acupuncture”. Intensiv studiert und praktiziert er seit vielen Jahren Kiiko Style, YNSA und Ohrakupunktur nach Nadia Volf. Als Schüler von David Euler, Kiiko Matsumoto, Dr. Toshikatsu Yamamoto, Prof. Nadia Volf, Dan Bensky entwickelte er nun neue Strategien zur Behandlung von Notfällen und der Psyche. Er ist Buchautor zum Thema.

Kursbuchung

Kursankündigung:

Psychische Traumata und Kränkungen können nicht nur eine posttraumatische Belastungsstörung, sondern auch Depressionen und chronische Schmerzerkrankungen verursachen. Derzeit sind zu deren Behandlung nur EMDR und kognitive Verhaltenstherapie evidenzbasiert. Die übrigen bisher üblichen psychotherapeutischen Verfahren zeigen kaum Evidenz für Wirksamkeit. Die Behandlung mit Akupunktur ist wenig erforscht und es existiert keine differenzierte Methode.

Das hier gelehrte Verfahren stellt eine äußerst effiziente und schnell wirksame neue Methode für psychische Traumatisierungen und lebensentscheidende Kränkungen dar, bei der Akupunktur in fünf Schritten mit Psychotherapie kombiniert wird.

Ziel der Therapie ist, mit Imagination, Beeinflussung des Unterbewussten und des Vegetativums die negativen Gefühle im Bereich des limbischen Systems so zu beeinflussen, dass das Ereignis ausschließlich im episodischen Gedächtnis abgespeichert ist und damit die Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung und der Kränkung beseitigt ist. Abschließend wird das Ereignis mit einem positiv konnotierten Bild, das mit dem Trauma assoziiert ist, „überschrieben“, um die Wirksamkeit zu verstärken.

Da sich diese Methode auch in der Behandlung psychischer Störungen vor und nach der Geburt bewährte, wird auch dieses Thema im Kurs besprochen.

Es wird an theoretischen Überlegungen, in Beispielen und praktisch an Patienten die Herangehensweise gelehrt. Damit kann die Methode – unabhängig vom bisher praktizierten Akupunkturstil – umgehend eingesetzt werden.

Nach inzwischen mehrjähriger intensiver Erfahrung mit dieser neuen Methode wurden hierin erste Kollegen ausgebildet. Diese konnten nach dem Kurs erfreulicherweise ähnliche Therapieerfolge erzielen, was bestärkte, die Kurse mit angepasstem Konzept vermehrt anzubieten.

Derzeit bereiten Dr. Richard Musil von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums der Universität München, Nussbaumstraße, und Dr. Jürgen Schottdorf gemeinsam eine Multicenterstudie vor.

 

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