Kurse 2018 online

Im Jahr 2018 erwartet Sie wieder ein buntes Programm mit vielfältigen Kursangeboten und spannenden Veranstaltungen, welches das gesamte Spektrum der Akupunktur und TCM abdeckt.

Ab jetzt stehen alle Kurse 2018 online.

Eine Übersicht über alle Termine und Kursorte der Grundkursreihen finden Sie hier.

Im Anschluss an die Grundausbildung eröffnen sich zwei curriculare, modulare Ausbildungen: die berufsbegleitenden Studiengänge „Meister der Akupunktur DÄGfA“ und „Meister der Ost-Asiatischen Medizin DÄGfA“. 

Eine Übersicht über alle Termine und Kursorte der Meisterkurse finden Sie hier.

 

Für erfahrene Akupunkteure und TCM-Ärzte finden Sie in unserem Programm eine Vielzahl von Spezialkursen mit renommierten nationalen und internationalen Referenten.

Eine Übersicht über alle Spezialkurse und Symposien finden Sie hier.

ICMART-iSAMS 2018 – Die Welt der medizinischen Akupunktur trifft sich in München

Die Welt der Akupunktur trifft sich vom 7. bis 9. September 2018 in München und Sie sind herzlich eingeladen an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen!

Der ICMART-iSAMS Kongress 2018 wird ein einzigartiges Ereignis, bei dem Wissenschaftler, Ärzte, medizinische Fachberufe und gesundheitspolitisch Aktive aus aller Welt zusammenkommen.

Wegweisende Hauptvorträge, wissenschaftlich hochwertige Symposien, interactive Praxiskurse, Videodemonstrationen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Studentenveranstaltungen und wissenschaftliche Poster bieten Ihnen die Möglichkeit, sich klinisch sowie wissenschaftlich in einer Vielfalt von Themen rund um die Akupunktur auf den neusten Stand zu bringen.

Es ist Zeit für eine weltweite medizinische gesundheitspolitische Anerkennung der Akupunktur, der TCM und verwandter Techniken. Nationale und internationale Aktivitäten sind notwendig, um ihr therapeutisches und präventives Potential für Patienten zugänglich zu machen. Die Patientenversorgung kann weltweit durch ihre Integration in die Gesundheitssysteme verbessert werden.

Um dies voranzutreiben ist eine evidenzbasierte Information aller Beteiligten unabdingbar. Dabei verstehen wir unter evidenzbasierter Medizin ganz originär die Trias aus wissenschaftlicher Grundlage („best available evidence“), klinischer Erfahrung („individual clinical expertise“) und Patientenbedürfnis („patients needs“).

Wir möchten Sie einladen, an diesem spannenden Prozess teilzuhaben und so die zukünftige Integration und Implementierung von Akupunktur, TCM und verwandter Techniken im Medizinsystem mitzugestalten.

Der ICMART-iSAMS Kongress 2018 bietet dafür eine einzigartige Plattform. Hier werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammengetragen und praktische Erfahrungen ausgetauscht. Neue Formate sichern vielfältige Möglichkeiten des Gedankenaustausches und der Diskussion unter den Teilnehmern.

Die vier kooperierenden Gastgeber des ICMART-iSAMS Kongress 2018 mit ihren assoziierten Partnern stehen dabei für den globalen Austausch, wissenschaftliche Qualität und praktische Erfahrung.

Die schöne Stadt München bietet mit ihrer Gastfreundschaft und Geselligkeit eine ideale Umgebung, um alte Freundschaften zu pflegen und neue Bekanntschaften zu schließen, die wissenschaftliche Debatte anzuregen und Netzwerke zu knüpfen.

Servus und bis bald in München, der Weltstadt mit Herz!

Ihre Gastgeber und Co-Chairs des ICMART-iSAMS Kongress 2018

Dominik Irnich, Co-Chair LMU, München, Deutschland

John Longhurst, Co-Chair iSAMS, Irvine, CA, USA

Hedi Luxenburger, Co-Chair DÄGfA, Aachen, Deutschland

Konstantina Theodoratou, Co-Chair ICMART, Athen, Griechenland

Symposium Shen – Geist

Termin: Samstag, 25.11.2017 · Ort: München

Gemeinsames Symposium der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LMU München und der DÄGfA

Auf der Suche nach einem integrativen Medizinsystem, das die diagnostischen und therapeutischen Verfahren der Schulmedizin mit den philosophischen und spirituellen Erkenntnissen verbindet – wo liegen Gemeinsamkeiten und Schnittmengen in den Betrachtungsweisen des „Geistigen“? Bei diesem Symposium betrachten wir Körper – Seele – Geist aus dem Blickwinkel unterschiedlicher traditioneller Medizinsysteme, vermittelt durch hochkarätige Dozenten aus TCM, Anthroposophischer Medizin, ZEN, Tibetischer Medizin und Psychiatrie.

 

Flyer Symposium

Buchung Symposium

 

2. Diätetik Symposium der DÄGfA

Termin: Samstag, 02.12.2017 – Ort: München

Dr. S. Bihlmaier, Dr. C. Gabriel, S. Grot
Dr. M. Ogal, Dipl. oec.troph. Gabriele Sedlag
Dr. Dipl. oec.troph. U. Siedentopp, S. Schierl, V. Wortmann

 

Wir Ärzte und ebenso unsere Patienten sind oft verloren in der Welt der Diätetik. Uns selbst fehlt häufig die Kompetenz und die Sicherheit, um optimal beraten zu können, insbesondere weil die Fülle an neuen Empfehlungen, Studien und Erkenntnissen gerade auf diesem Gebiet oft mehr verwirrt, als zur Klarheit beiträgt. Aus diesem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, traditionelles TCM-Wissen und moderne Erkenntnisse zu vereinen – dies soll auch der Schwerpunkt des 2. DÄGfA-Ernährungs-Symposiums sein.

Ernährung und Diätetik sind seit vielen Tausend Jahren eine tragende Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin. Eine ausgewogene Ernährung trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Darüber hinaus lassen sich Lebensmittel mit ihrer spezifischen Wirkung entsprechend der individuellen Konstitution des Menschen als Heilmittel einsetzen.

Wir freuen uns auf Sie.
Das Diätetik-Team des Fortbildungszentrums DÄGfA

Flyer Symposium

Buchung Symposium

Ausbildung Chinesische Diätetik DÄGfA

 

Serie: Wissenschaft für die Kitteltasche

Die Studienlage zur Akupunkturwirkung bei Schulter-Arm-Syndrom (beispielsweise Frozen Shoulder, Periarthritis humeroscapularis)

Zusammenfassung:

In dieser narrativen Übersichtsarbeit werden neun ausgewählte Arbeiten zur Wirksamkeit von Akupunktur und verwandten Verfahren bei Schulter-Arm-Syndrom besprochen, darunter vier Übersichtsarbeiten (Reviews und Metaanalysen) und fünf randomisierte, kontrollierte Studien {Fußnote 1}

Series: Science for the coat pocket

Abstract:

This narrative review evaluates nine selected articles on acupuncture and related techniques for the treatment of shoulder pain, four reviews and five randomized controlled trials {footnote 1}

 CHRONISCHER SCHULTERSCHMERZ:

1. Bereits im Jahr 2012 wurde eine sehr große und wichtige Metaanalyse von A. Vickers und Kollegen [1]erstellt, die die individuellen Originaldaten von insgesamt 17.922 Patienten analysiert. Sie hatten bei verschiedenen Formen von chronischen Schmerzen Akupunktur erhalten. Eine ausführliche Besprechung der Studie findet sich im Journal Club der Dt Ztschr f Akup. 2012;55, 4.

In die Analyse für den chronischen Schulterschmerz fließen die Daten von drei hochrangigen publizierten, randomisierten, kontrollierten Studien mit insgesamt 564 Patienten ein (Kleinhenz et al 1999 [2], Guerra de Hoyos et al 2004 [3], Vas et al 2008 [4]).

Bei chronischen Schulterschmerzen kamen die Autoren zu folgendem Schluss: Akupunktur kann die Schmerzen deutlich reduzieren. Dabei ist der Therapieerfolg vollwertiger Akupunkturbehandlung eindeutig besser im Vergleich zur Minimal-Akupunktur.

Die Autoren fanden für Akupunktur eine große Effektstärke von 0,62 verglichen mit Minimal-Akupunktur. Der Effekt der Akupunktur ist somit klinisch relevant.

Die Autoren weisen auf den unspezifischen Effekt der Akupunktur hin, der auch bei der Minimal-Akupunktur eine Rolle spielt. Dieses erkläre ebenfalls die gewisse Wirkung der Minimal-Akupunktur.

Empfehlung: Auf Grund dieser methodisch sehr guten und validen Analyse sollte Akupunktur einen Baustein in der Therapie von chronischen Schulterschmerzen darstellen. Es gibt Unterschiede zwischen der Wirkung von Akupunktur und Minimal-Akupunktur. Die Analyse erlaubt die Schlussfolgerung, dass es nicht egal ist, wohin gestochen wird.

2. Eine qualitativ hochwertige und hochrangig publizierte, randomisierte, kontrollierte, einfach verblindete Studie von A. Molsberger und Kollegen aus dem Jahre 2010 [5] zu chronischen Schulterschmerz konnte belegen, dass die Akupunktur der konservativen orthopädischen Standardversorgung mit physikalischer, physiotherapeutischer und medikamentöser Therapie sowie der Minimal-Akupunktur überlegen war. An der Studie nahmen 424 akupunkturnaive (d.h. ohne bisherige Akupunkturerfahrung) Patienten mit seit mindestens sechs Wochen (im Durchschnitt elf Wochen) bestehenden Schulterschmerzen (Visuelle Analogskala >5) teil. Jeder Patient wurde innerhalb von sechs Wochen 15 Mal behandelt – je nach Gruppe mit Akupunktur, Minimal-Akupunktur oder orthopädischer Standardtherapie inklusive täglicher Schmerzmitteleinnahme (50 mg Diclofenac/Tag). Die Punkte für die Verum-Akupunktur wurden gemäß der chinesischen Lehre von einem Expertengremium beschlossen und semi-standardisiert angewandt; d.h. für jeden Patienten wurde zu jeder Akupunktursitzung individuell aus einem Pool von Akupunkturpunkten ausgewählt. Die Minimal-Akupunktur bestand aus beidseits je vier superfiziellen Nadelinsertionen (weniger als 5 mm tief) an definierten nicht-Akupunkturpunkten in der oberen Hälfte des Unterschenkels. Die Einteilung in die Gruppen erfolgte wie in dieser Art von Studien üblich nach einem computergesteuertem Zufallsprinzip. Die Patienten waren bezüglich der beiden Akupunkturgruppen verblindet. Zielparameter war der angegebene Schmerz (VAS) sofort nach Abschluss sowie drei Monate nach Ende der Behandlungen.

Direkt im Anschluss des Therapiezyklus zeigte sich, dass die Akupunktur (68%) der Minimal-Akupunktur (40%) und besonders der orthopädischen Standardtherapie (24%) signifikant überlegen war. Der Effekt hielt für die Verum-Akupunktur über drei Monate an: Akupunktur (78%), Standardtherapie (47%) und Minimalakupunktur (43%).

Der gegenüber vielen anderen Studien große Unterschied zwischen Verum- und Minimal-Akupunktur erklärt sich vermutlich daraus, dass für die Minimal-Akupunktur weit entfernte Einstichpunkte (nicht-idente, nicht benachbarte Dermatome) ausgesucht worden waren.

Empfehlung: Akupunktur sollte in der Therapie des chronischen Schulterschmerzes mit einbezogen werden.

IMPINGEMENTSYNDROM DER SCHULTER:

3. Eine große Übersichtsarbeit von W. Dong et al aus dem Jahr 2015 [6] mit 33 randomisierten, kontrollierten Studien und insgesamt 2300 Patienten untersucht unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Impingementsyndrom der Schulter. Das Impingementsyndrom der Schulter ist eine zumeist schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Gelenkes. Es entsteht durch Degeneration oder Verletzung der Rotatorenmanschette so kommt es zur zunehmender Einklemmung der Supraspinatussehne.

Eine Trainingstherapie gilt als Goldstandard für diejenigen Patienten, die sich für eine konservative Therapie entscheiden.

Die Studie versucht eine Antwort auf diese komplexe Fragestellung zu geben und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Kombination aus Trainingstherapie mit Akupunktur oder Kinesio-Tape (ein elastisches, selbstklebendes Pflaster, das die Funktionen des Köpers unterstützen oder wieder herstellen soll) zu einer signifikanten Verbesserung der Schulterfunktion beiträgt. Betrachtet man isoliert die Schmerzreduktion, so gibt es einen positiven Trend für lokale Injektionen (insbesondere Hyaluronsäure) und Nicht-Steroidale Antirheumatika. Nicht zu empfehlen ist laut der Autoren die Lasertherapie sowie die lokale Injektion von NSAIDs (wie z.B. Diclofenac oder Ibuprofen)

Empfehlung: In der frühen Phase des Impingementsyndroms der Schulter verbessert eine Kombination aus Trainingstherapie und Akupunktur komplexe Funktionsparameter der Schulter und reduziert eventuelle Schmerzen.

4. In der aktuellen prospektiv, randomisierten, kontrollierten, doppelverblindeten Studie von S. Kibar und Kollegen aus dem Jahr 2017 [7] wurden 73 Patienten mit Impingementsyndrom der Schulter Stadium I und II (MRT ermittelt) untersucht. Verglichen wurde die Wirkung eines aktiven Lasergeräts mit einem inaktiven Lasergerät (Sham) jeweils an traditionellen chinesischen Akupunkturpunkten. Nicht beschrieben ist, ob der Laserstift auf die Haut aufgesetzt wurde oder über dem Akupunkturpunkt gehalten wurde. Bei einem aufgesetzten Lasergerät hat vermutlich eine Akupressur stattgefunden. Somit kann man auch beim inaktiven Laserstift nur von Sham, nicht aber von Placebo sprechen. Beide Gruppen erhielten zudem im gleichen Umfang Wärme- und Bewegungstherapie. Per Zufallsprinzip wurden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt: Die Therapiegruppe (n = 36) erhielt über insgesamt drei Wochen 15 Sitzungen (fünf Mal pro Woche) mit dem Infrarot Laser an elf Akupunkturpunkten (Wellenlänge 850 nm; pro Akupunkturpunkt 40 Sekunden; 4 Joules/cm2 (Gesamtdosis: 44 Joules für elf Akupunkturpunkte)), die Kontrollgruppe (n = 37) erhielt das exakt gleiche Vorgehen jedoch mit einem inaktiven Lasergerät. Zielparameter waren die Schmerzintensität ermittelt durch die Visuelle Analog Scala (VAS), der Bewegungsumfang, die Funktion und der sog. Shoulder Pain Disability Index (SPADI). Messzeitpunkte waren vor Therapiebeginn sowie sofort nach Abschluss der 15 Behandlungen nach drei Wochen.

Es zeigte sich nach der Behandlung mit Laser an Akupunkturpunkten eine signifikante Besserung aller gemessenen Parameter sowohl im Vergleich zu der Kontrollgruppe als auch zu den Ausgangswerten vor Therapiebeginn.

Empfehlung: Diese Studie ist die erste, die die Wirkung von Lasertherapie beim Impingementsyndrom der Schulter untersucht. Die Daten weisen auf einen Nutzen der Lasertherapie bei dieser Indikation hin.

 

SCHMERZHAFTE MUSKELPUNKTE/TRIGGERPUNKTE:

5. Eine Übersichtsarbeit von K. Wang und Kollegen aus dem Jahre 2016 [8] untersucht die Ergebnisse von einer randomisierten, kontrollierten und acht quasi-randomisierten Studien mit insgesamt 859 Patienten bezüglich der Behandlung von schmerzhaften Muskelpunkten bei Schulterschmerzen. Verglichen wurde in diesen Studien die lokale Therapie an Ashi Punkten mit verschieden Therapieformen der konventionellen Akupunktur. Als Therapieformen galten manueller Druck und Dehnung, Akupunktur, Elektroakupunktur, Moxibustion und/oder Schröpfen an schmerzhaft verhärteten, lokalen Muskelpunkten (sogenannte aktiven, muskuläre Triggerpunkte (MTrPs)/engl: „taut band“/„Ashi Punkte“) sowie zum Teil körperliche Übungen und Massage. Die Kontrollgruppen erhielten an konventionellen Akupunkturpunkten Akupunktur, Elektroakupunktur, Moxibustion und/oder Schröpfen nach den Regeln der chinesischen Medizin sowie zum Teil körperliche Übungen und Massage, medikamentöse Therapie (Nicht Steroidale Antirheumatika) oder wurden auf eine Warteliste gesetzt. Zielparameter waren Funktion, Schmerz und Genesung.

Sieben Studien kamen zu dem Schluss, dass die explizite, lokale Behandlung dieser schmerzhaften Muskelpunkte genau so gut ist wie konventionelle Akupunktur. Eine Studie (n=156) konnte zeigen, dass Akupunktur an den lokalen, schmerzhaften Muskelpunkten zu signifikant besserer Heilungsrate führt als medikamentöse Therapie (das NSAID „Fenbid“). Die qualitativ hochwertigste der untersuchten Studien (n= 72) vergleicht die ausgedehnte lokale Behandlung von MTrPs mittels manueller Kompression und Dehnung im Sinne von Akupressur mit keiner Therapie. Sie kam zu dem Schluss, dass bezüglich der Zielparameter DASH Fragebogen und Anzahl von aktiven MTrPs die manuelle, lokale Behandlung von MTRPs der Nicht-Behandlung überlegen war.

Wegen der teilweise geringen Qualität der Studien sind die Autoren vorsichtig mit ihrer Aussage, dass die lokale Behandlung mit Akupunkturnadeln oder manuelle Kompression und Dehnung von schmerzhaften Muskelpunkten der konventionellen Akupunktur, medikamentösen Therapie oder keiner Therapie überlegen ist.

 

Empfehlung: die Behandlung von schmerzhaften Muskelpunkten mittels Akupunkturnadeln kann beim Schulterschmerz sinnvoll sein. In einer Studie ist sie der medikamentösen Therapie überlegen.

6. Eine Übersichtsarbeit (systematisches Review mit Metaanalyse) von J. Ong und L. Claydon [9] aus dem Jahr 2014 untersuchte insgesamt fünf randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 266 Patienten, die Akupunktur an schmerzhaften Muskelverspannungen (myofaziale Triggerpunkte (MTrPs)) bei Nacken- und Schulterschmerzen erhalten haben. Es wurden die reine Triggerpunktakupunktur (Dry Needling) mit Injektion von lokalem Betäubungsmittel (Lidocain; vier Studien) beziehungsweise mit Placebo-Laser (ein Laserstift, der nur sichtbares Licht abgab; eine Studie) verglichen. Die Frequenz von Dry Needling variierte zwischen einer einmaligen bis zu einer wöchentlichen Behandlung über drei Wochen. Dabei zeigte sich, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen der Triggerpunktakupunktur (Dry Needling) und der Injektion mit Lidocain gab. Jedoch zeigte sich eine Tendenz, dass es unmittelbar nach der Injektion mit Lidocain zu einer stärkeren Verbesserung der Symptome kam, die reine Akupunktur jedoch nach drei und sechs Monaten der Injektion mit Lokalanästhetikum überlegen war. Beide Therapieformen bessern die Beschwerden im Gegensatz zum Zeitpunkt vor der Behandlung. Kein signifikanter Unterschied konnte zwischen einer Behandlung mit Dry Needling und Placebo-Laser gezeigt werden.

Die Autoren dieser Übersichtsarbeit schlussfolgern, dass die Triggerpunkt Akupunktur (Dry Needling) bei ähnlichem Therapieergebnis wegen der Praktikabilität und der Kosten-Nutzen-Relation der Injektion von Lidocain vorgezogen werden sollte.

 

Empfehlung: Besonders für den Langzeiteffekt scheint die Triggerpunkt Akupunktur (Dry Needling) eine gute Behandlungsmethode bei schmerzhaften Muskelverspannungen von Nacken und Schulter zu sein.

SUBAKROMIALER SCHMERZ

7. In der aktuellen prospektiven, randomisierten, kontrollierten einfach verblindeten Studie von J. Lewis und Kollegen von 2017 [10] wurden 227 Patienten mit seit durchschnittlich sechs Monaten bestehenden, unilateralen subakromialen Schulterschmerzen im Dermatom C5/C6 eingeschlossen. Sie wurden per Zufall in drei gleich große Gruppen eingeteilt und jeweils sechs Mal im wöchentlichen Abstand behandelt: die erste Gruppe erhielt Physiotherapie, die zweite Gruppe Physiotherapie und Akupunktur und die dritte Gruppe Physiotherapie und Elektroakupunktur. Es gab drei Protokolle für die Auswahl der Akupunkturpunkte: ein Schema für antero-lateralen Schulterschmerz, eines für postero-lateralen und eines für generalisierten Schulterschmerz. Die Patienten erhielten das für sie individuell am geeignetste Schema (antero-laterales Protokoll: 69,7% der Patienten, postero-laterales Protokoll: 11,8% der Patienten und generalisierten Schulterschmerz: 18,5% der Patienten). Ob ein Physiotherapeut oder ein Arzt entschied, welches Protokoll der Patient erhalten sollte, ist in der Studie nicht beschrieben. Es wurden immer sechs lokale Punkte gestochen sowie vier bis fünf Fernpunkte an den Extremitäten. Patienten und Therapeuten waren entsprechend der Therapieformen nicht verblindet, wohl aber die Begutachter der Ergebnisse. Primärer Studienparameter war der sog. „Oxford Shoulder Score“ (OSS) direkt im Anschluss der Behandlung sowie nach sechs und zwölf Monaten. Alle drei Gruppen zeigten durch die Therapien eine Verbesserung der Symptomatik. Es bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den drei Gruppen. Nach sechs Monaten wurde eine stärkere, den anderen Gruppen gegenüber nicht signifikante Schmerzreduktion durch die Elektroakupunktur beschrieben. Die Autoren schlussfolgern daher, dass sowohl Akupunktur als auch Elektroakupunktur keinen zusätzlichen Nutzen zu alleiniger Physiotherapie haben.

Kritisch müssen drei Dinge in dieser Studie angemerkt werden: Zum einen fehlen nach sechs Monaten für das primäre Outcome OSS 22% der Daten („lost to follow up“), für das sekundäre Outcome sogar 33% der Daten. Was bekanntlich die Aussagekraft jeder Studie mindert. Zum anderen ist unklar, wer die Therapieentscheidungen getroffen hat: ob Arzt oder Physiotherapeut. Zudem wurden die Akupunkturbehandlungen von Physiotherapeuten mit einer sehr geringen Akupunktur Ausbildung von 80 Stunden durchgeführten. Doch ist diese Studie gut publiziert und sollte daher hier inklusive ihrer Einschränkungen Erwähnung finden.

 

Empfehlung: In dieser Studie zeigt die Akupunktur und Elektroakupunktur keinen zusätzlichen statistischen Nutzen zu einer alleinigen Physiotherapie. Klinisch beobachtbar sind vermeintlich additive Effekte durch die Elektroakupunktur. Unklar bleibt die Ausbildung der Therapeuten und die Auswahl der Akupunkturbehandlung.

 

SCHULTERSCHMERZ BEI HEMIPLEGIE:

8. Schulterschmerzen bei Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall werden häufig beschrieben. Eine randomisierte, kontrollierte Studie aus China von H. Zhao und Kollegen aus dem Jahr 2015 [11] mit 124 Patienten verglich den Unterschied von Moxibustion auf einer Akupunkturnadel und der Standardtherapie (Krankengymnastik, Ergotherapie). Die Moxibustion, kurz Moxa genannt, ist eine Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei wird meist Beifußkraut (Artemisia princeps) verbrannt. Diese Wärme wird therapeutisch genutzt. Eine Möglichkeit der Wärmeapplikation ist das komprimierte Kraut auf die Akupunkturnadel zu setzen. So erreicht die Wärme tiefere Schichten.

Direkt nach der zweiwöchigen Therapie (fünf Behandlungen pro Woche) reduzierten beide Therapien sowohl den Schmerz signifikant und verbesserten den Bewegungsumfang signifikant im Gegensatz zu vor den Behandlungen.  Die Forscher konnten darüber hinaus zeigen, dass die kombinierte Moxa- und Akupunkturbehandlung den Schmerz stärker senkt und den Bewegungsumfang deutlicher bessert als die Physiotherapie. Signifikant wurde der Unterschied zwischen den Therapieformen bei der Nachuntersuchung nach drei Monaten: zu diesem Zeitpunkt gaben die Patienten der Akupunktur-Moxa-Gruppe signifikant geringeren Schmerz an und waren signifikant beweglicher als die Patienten der Standardtherapie-Gruppe.

 

Unsere Schlussfolgerung: Besonders für den Langzeiteffekt kann die Kombination von Moxa und Akupunktur gut für die Therapie des Schulterschmerzes bei Halbseitenlähmung nach Schlaganfall eingesetzt werden.

Keywords: acupuncture AND (shoulder OR frozen shoulder OR shoulder pain OR impingment OR periartritis humeroscapularis) – Treffer pubmed: 364

Filter: RCT, Review, full text, 10 years, english – Treffer pubmed: 64

 

Basic Source: Literaturliste des WissZ (online: www.daegfa.de)

 

Die Studienauswahl für diese narrative Übersicht erfolgte nach den Kriterien Studienqualität, Anzahl der Studienteilnehmer, Aktualität und Darstellung eines breiten Spektrums zur Thematik (Stand 17. Mai 2017).

Autoren: Stör J; Stör W

 

Acknowledgement

Dr. med. Johannes Fleckenstein unterstützte die Autoren beim Redigieren des Manuskripts.

Anmerkung

Die Grundlagen zu diesem Artikel und zu dieser Serie wurden im Rahmen eines ausgeschriebenen und teilweise honorierten Auftrags des Wissenschaftszentrums der DÄGfA erarbeitet. Die entsprechende Version finden Sie unter http://www.daegfa.de/ PatientenPortal/Anwendungsgebiete.Indikationsliste.aspx

Korrespondenzadresse: johanna.stoer@gmx.de

Literatur:

1. Andrew J. Vickers, Angel M. Cronin, Alexandra C. Maschino, George Lewith, Hugh MacPherson, Norbert Victor, Nadine E. Foster, Karen J. Sherman, Claudia M. Witt, Klaus Linde

Acupuncture for chronic pain: individual patient data meta-analysis

Arch Intern Med. 2012 Oct 22; 172(19): 1444–1453.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3658605

2. Kleinhenz J, Streitberger K, Windeler J, Güssbacher A, Mavridis G, Martin E.

Randomised clinical trial comparing the effects of acupuncture and a newly designed placebo needle in rotator cuff tendinitis

Pain. 1999 Nov;83(2):235-41.

3. Guerra de Hoyos JA, Andrés Martín Mdel C, Bassas y Baena de Leon E, Vigára Lopez M, Molina López T, Verdugo Morilla FA, González Moreno MJ

Randomised trial of long term effect of acupuncture for shoulder pain.

Pain. 2004 Dec;112(3):289-98.

4. Vas J, Ortega C, Olmo V, Perez-Fernandez F, Hernandez L, Medina I, Seminario JM, Herrera A, Luna F, Perea-Milla E, Mendez C, Madrazo F, Jimenez C, Ruiz MA, Aguilar I.

Single-point acupuncture and physiotherapy for the treatment of painful shoulder: a multicentre randomized controlled trial.

Rheumatology (Oxford). 2008 Jun;47(6):887-93. doi: 10.1093/rheumatology/ken040. Epub 2008 Apr 10.

5. Molsberger AF, Schneider T, Gotthardt H, Drabik A

German Randomized Acupuncture Trial for chronic shoulder pain (GRASP) – a pragmatic, controlled, patient-blinded, multi-centre trial in an outpatient care environment.

Pain. 2010 Oct;151(1):146-54

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20655660

6. W Dong, MM, Hans Goost, MD, Xiang-Bo Lin, MD, Christof Burger, MD, Christian Paul, MD, Zeng-Li Wang, MM, Tian-Yi Zhang, MM, Zhi-Chao Jiang, MSc, Kristian Welle, MD, and Koroush Kabir, MD

Treatments for Shoulder Impingement Syndrome

A PRISMA Systematic Review and Network Meta-Analysis

Medicine (Baltimore). 2015 Mar; 94(10): e510.

Published online 2015 Mar 13.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4602475/

 

 

7. Kibar S, Konak HE, Evcik D, Ay S

Laser Acupuncture Treatment Improves Pain and Functional Status in Patients with Subacromial Impingement Syndrome: A Randomized, Double-Blind, Sham-Controlled Study.

Pain Med. 2017 May 1;18(5):980-987. doi: 10.1093/pm/pnw197.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27816913

8. Wang KF, Zhang LJ, Lu F, Lu YH, Yang CH

Chin J Integr Med. 2016 Jun;22(6):467-72

Can Ashi points stimulation have specific effects on shoulder pain? A systematic review of randomized controlled trials.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26129899

9. Ong J, Claydon LS

The effect of dry needling for myofascial trigger points in the neck and shoulders: a systematic review and meta-analysis.

J Bodyw Mov Ther. 2014 Jul;18(3):390-8

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25042309

10. Lewis J, Sim J, Barlas P

Acupuncture and electro-acupuncture for people diagnosed with subacromial pain syndrome: A multicentre randomized trial.

Eur J Pain. 2017 Jan 20. doi: 10.1002/ejp.1001

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28106306

11. Zhao H, Nie, W Yuxiu Sun Y, Li S, Yang S, Meng F, Zhang L, Wang F, Huang S

Warm Needling Therapy and Acupuncture at Meridian-Sinew Sites Based on the Meridian-Sinew Theory: Hemiplegic Shoulder Pain

Evid Based Complement Alternat Med. 2015

Published online 2015 Oct 1

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4606215/

 

Supervisionskurse Chinesische Arzneitherapie

Die Supervisionskurse sind für Kolleginnen und Kollegen konzipiert, die über gute Grundkenntnisse in der Chinesischen Arzneitherapie verfügen. Jedes Wochenende steht unter einem Themenschwerpunkt, die entsprechenden Krankheitsbilder werden systematisch nach Differentialdiagnose und Therapiemöglichkeiten behandelt. Die zweite wichtige Aufgabe der Supervisionskurse liegt jedoch in der Besprechung schwieriger Behandlungsfälle. Dazu haben Sie die Möglichkeit, bis 2 Wochen vor Kursbeginn eine kurze schriftliche Ausarbeitung der Anamnese und ggfls. des bisherigen Behandlungsverlaufs per E-Mail an die Kursleitung zu senden. Bevorzugt werden Fallberichte, die zum jeweiligen Thema passen. Aber auch andere Erkrankungen können diskutiert werden, gern mit Hilfestellung zur systematischen Diagnostik und Therapieplanung.

Termine:

11.-12.11.2017 in Berlin: Behandlung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten (Mücher)

26.-27.05.2018 in Berlin: Behandlung onkologischer PatientInnen (Mietzner)

Hier können Sie sich direkt zu den Kursen anmelden.

Dozentin: Dr. Anna Mietzner

Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzbezeichnung Akupunktur, seit 2002 Privatpraxis mit den Schwerpunkten CAT, Akupunktur, Qi Gong. Akupunkturausbildung in Sri Lanka 1985/1986 bei Radha Thambirajah, einjähriger Studienaufenthalt 1990-1991 in China: CAT bei Shen Yin Sen, Studium chinesische Sprache. Weiterbildungen in China und Europa u.a. bei Francois Ramakers, Mazin Al-Khafaji, Bob Flaws, Arnaud Versluys. Seit 2002 DÄGfA Dozentin für CAT; seit 1988 Qi Gong, Co-Dozentin und Übersetzerin von Liu Ya Fei, mehrjährige Ausbildungen in medizinischem Qi Gong.

Dozent: Jürgen Mücher

Arzt für Naturheilverfahren und Akupunktur, seit 1979 Weiterbildung in Chinesischer und Japanischer Medizin (u.a. USA, China). Seit 1992 Dozent der DÄGfA, Aufbau des Ausbildungsgangs in CAT. Co-Autor mehrerer Fachbücher, u.a. zu Chinesischer Medizin in der Schmerztherapie, der Orthopädie und der Psychiatrie. Lehrtherapeut und Supervisor für bioenergetisch-analytische Psychotherapie.

Ein Rückblick: 17. Summerschool of Acupuncture – Erlebe Akupunktur mit Haut und Haar

Die Summerschool of Acupuncture der DÄGfA findet jedes Jahr im August in der Jugendherberge Lenggries  statt.
Dieses Jahr fanden sich insgesamt 5 Tutoren der DÄGfA und 29 Teilnehmer aus verschiedensten deutschen Universitäten und der Universität Riga im schönen bayrischen Bergenland zum Extrapauken in den Semesterferien ein.
Das Programm für die Studenten beinhaltet die Grundlagen der traditionell chinesischen Medizin in Theorie und Praxis sowie je nach Zusammensetzung des betreuenden Teams verschiedene Spezialkurse.
Der 5 tägige Aufenthalt, der täglich um 07:30 Uhr mit einer Qi Gong Einheit beginnt und mit praktischen Nadeleinheiten bis spät in die Nacht endet, hinterlässt weitreichende Spuren, die nicht nur von Müdigkeit geprägt sind. Aus Fremden werden in kürzestem Zeitraum beherzte Behandler und neugierige Patienten, die von früh bis spät Theorie aufsaugen, Theorie in Praxis umsetzen und in den abendlichen Gesprächsrunden Raum haben sich mit der auf sie zukommenden Rolle als Arzt auszutauschen. “Ich dachte immer ich wäre ein Einzelgänger mit meinen Vorstellungen. Es tut gut zu wissen, dass es noch mehr Ärzte geben wird, die so denken wie ich”
Der allseits beliebte und zugleich gehasste Gong der Klangschale sorgt dafür, dass das straffe Programm einen Rahmen findet.
Die Stimmung, der Tatendrang und der praktische Anteil wächst mit jedem Tag und endet in einer offenen Fragerunde in der Tips und Anregungen für alle brennenden Fragen über Akupunktur und alle im Kopf angesammelten Beschwerden aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis gegeben werden.
“Ich möchte weiter akupunktieren”

“Wir wollen uns wieder sehen und einen Arbeitskreis aufbauen”.

Jedes Jahr entstehen so über die Summerschool neue studentische Arbeitskreise an den Universitäten, die mit Hilfe der ehemaligen Teilnehmer und der Unterstützung der DÄGfA weitere Plattformen zum Kennenlernen der TCM und dem weiterem Ausbau der eigenen Akupunkturkenntnisse dienen.

Ich fahre jedes Mal am Ende der Summerschool mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause wissend, dass Ärzte eben doch höchst engagierte, wohlwollende und an der Genesung des Patienten interessierte Menschen sind.

Carolin Diesch

1. Palliativ – Symposium der DÄGfA

Termin:  Samstag, 18.11.2017, Ort:  Berlin

Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, bedürfen einer palliativen Versorgung – nun steht nicht mehr die Lebensverlängerung im Fokus, sondern die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen, der würdevolle Erhalt von Lebensqualität sowie Zuwendung. Die Begleitung des kranken Menschen über die Schwelle – aber auch die Unterstützung seiner Angehörigen und Nahestehenden – sind Thema des Symposiums. Um diesen besonderen Anforderungen umfassend Rechnung zu tragen, müssen in jedem Einzelfall die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Dimensionen gleichermaßen berücksichtigt werden. Das erfordert multiprofessionelles, sektorenübergreifendes Handeln, was wir an diesem Tag intensiv aus verschiedenen Richtungen beleuchten wollen.

Flyer Symposium

Buchung Symposium

 

 

51. Medizinische Woche in Baden-Baden

Vom 28. Oktober bis 1. November 2017 wird die DÄGfA wieder mit zahlreichen Kursen auf der Medizinischen Woche vertreten sein.

Es erwarten Sie:

  • Grund- und Praxiskurse zur Zusatzbezeichnung Akupunktur
    • Kurse G1-G5
    • 4  x Praktische Akupunkturbehandlung/Fallseminare
  • Kurse zum “Meister der Akupunktur DÄGfA”
    • M1K1 Anamnese
    • M1K2 Untersuchung
    • M1K3 Reiztechniken
    • M1K4 Einführung Chinesische Arzneitherapie
    • M1K6 Tuina
    • M1K12 Traditionelle Japanische Medizin
    • M3K4 Fachbezogener Kurs: Akupunktur in der Allgemeinmedizin inkl. 2 KV-Fallkonferenzen
    • M6 Qigong Basiskurs

Darüber hinaus bieten wir eine Reihe interessanter Spezialkurse an:

    • YNSA-Yamamoto Neue Schädelakupunktur: Basis  Advanced Specialist
    • Tibetische Medizin
    • Akupunktur am Bewegungssystem
    • Triggerpunkt-Akupunktur
    • Japanische Moxibustion und Shiraku
    • Topographisch Physiologische Akupunktur
    • Akupunktur und Mikrosystem-Akupunktur bei CMD
    • Mikrobiom
    • Ohrakupunktur
    • Rückenschmerz integrativ

Wir freuen uns auf Sie!

 

Spezialkurs: Das „Herz“ auf dem Weg der Vervollkommnung am 09.05.2018 in Bad Nauheim

Wir freuen uns während unserer Akupunktur-Woche in Bad Nauheim auf ein ganz besonderes Seminar mit Eva Lüdi Kong.

Titel: Das „Herz“ auf dem Weg der Vervollkommnung: Vorstellungen von Xin (Herz) in Daoismus, Buddhismus und Konfuzianismus

Termin: Mittwoch, 9.5.2018
Ort: Bad Nauheim

 

Diskussionen über das menschliche „Herz“ durchziehen die chinesische Geistesgeschichte gleichsam als roter Faden. Jede Geistesrichtung beanspruchte den Begriff auf ihre Weise, beschrieb aber 心 xīn stets mit Blick auf die Möglichkeiten der Entfaltung und Vervollkommnung.

Wir betrachten die wichtigsten Denktraditionen anhand konkreter Schlüsselbegriffe: das konfuzianische „Richtigstellen des Herzens“ (正心 zhèng xīn), die daoistischen Bezüge zwischen dem „Geist des Herzens“ (心神 xīnshén) und dem Körper, die buddhistische Lehre von der „Leerheit des Herzens“ (無心 wúxīn) sowie deren Synthese in der neokonfuzianischen „Lehre des Herzens“ (心學 xīnxué). All diese Bedeutungsebenen bilden einen Assoziationskomplex, der auch für die Traditionelle Chinesische Medizin von essentieller Bedeutung ist und der bis heute als lebendige Tradition gepflegt wird.

Eva Lüdi Kong studierte Sinologie in Zürich, chinesische Kalligrafie und Druckgrafik an der China Academy of Art (BA) und Klassische Chinesische Literatur an der Zhejiang University (MA) in Hangzhou, China. Sie lebte 25 Jahre in China und ist heute tätig als freischaffende Kulturvermittlerin und Übersetzerin der Literatur, Kunst, Medizin und Philosophie.

Hier können Sie den Kurs buchen.
Weitere interessante Spezialkurse in 2018 finden Sie hier.

In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng e.V.