Eindrücke: Moderatoren-Aufbauschulung 2019 in Berlin

„Erfahrungsaustausch“, „Die Qualität meiner Arbeit verbessern“, 
„Andere Blickwinkel kennen lernen“, „Zeitplan einhalten“,
„Aktive Teilnahme der Zuhörer initiieren“,
„Eine positive Gruppendynamik erzeugen“, „Beim Thema bleiben“

Mit diesen und ähnlichen Erwartungen starteten die Teilnehmer in die Moderatoren-Aufbauschulung am 6. April 2019 in Berlin zum Thema „Story Telling“.

Nach der Begrüßung durch Gabriela Huemer und Stephanie Baumann machten sich die Ärztinnen und Ärzte mit viel Kreativität und Ideenreichtum an die Arbeit mit der ersten Interaktion: „Analogien finden“: Was drücken Bilder für mich aus? Was verbinde ich mit Ihnen?

  

Danach ging es um die wirkungsvolle Präsentation von Zahlen-Daten-Fakten: Welche Möglichkeiten habe ich, diese interessant und einprägsam zu präsentieren und die Zuhörer interaktiv zu beteiligen? Von einer Power-Point Folie mit nur einer Zahl bis zu Diagrammen und Bildern lernten die Teilnehmer unterschiedliche Darstellungsoptionen kennen.

Nach dieser Einstimmung ging es an die „Story-Boards“. Jede Präsentation braucht einen roten Faden und kann wie eine Geschichte (Story) aufgebaut werden. Stephanie Baumann stellte „Eisberg“, „Suche“, „Schachzug“, „Kampf“, „Erfolg“ und „Zeitreise“ als typische Story-Boards vor.

Nach einigen allgemeinen Kniffs und Tricks zum Thema „Präsentieren“ waren die Ärztinnen und Ärzte an der Reihe: Jede/r entwickelte anhand eines Story-Boards eine kurze Präsentation und stellte diese den Kolleginnen und Kollegen vor. Verblüffend war, wie der rote Faden der Story-Boards half, freier und strukturierter zu präsentieren. Leider war dieser aktive und überaus kreative Tag mit all den spannenden Präsentationen viel zu schnell vorbei. Die beiden Dozentinnen verabschiedeten ihre Kolleginnen und Kollegen mit dem Hinweis auf die Moderatoren-Aufbauschulung 2020, in der das Thema „Mediative Kommunikation“ vorgestellt und in die praktische Umsetzung gebracht werden wird. Der Termin für die Moderatoren-Aufbauschulung 2020 wir demnächst bekanntgegeben.

Bericht: SYMPOSIUM Qi Gong

Professor Liu Ya Fei aus Beidahe – prominenter Gast beim  Symposium Medizinisches QiGong der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. 

Am Samstag, den 4. Mai 2019 fand im Logenhaus Berlin ein Symposium zum Thema Medizinisches Qi Gong statt. Berühmter Gast der Veranstaltung war Prof. Liu Ya Fei, die für die Veranstaltung aus Beidahe, der erfolgreichen Qi Gong Klinik Chinas, angereist kam.

Zusammen mit Ihren Schülern und Schülerinnern gab sie eine Vorstellung zum Nei Yang Gong, dem „ das Innere nährende Qi Gong“, welches seit dem 16. Jahrhundert mündlich von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Liu Ya Fei erhielt das Wissen von Ihrem Vater Prof. Liu Guizhen (1920 – 1983), der die Klinik in Beidahe gründete und jahrelang erfolgreich leitete. Liu Ya Fei führt nun sein Qi Gong Erbe in China fort und reist dafür auch um die ganze Welt um ihr Wissen an ihre Schüler weiterzugeben.

Sabine Schierl, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Leiterin des Fortbildungszentrums der DÄGfA und Dr. Anna Mietzner, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Leiterin der Fachkommission Qi Gong der DÄGfA moderierten durch das Tagesprogramm, das mit 65 Teilnehmern gut besucht war. Sie waren eigens für die Veranstaltung aus ganz Deutschland angereist.

Ein Themenschwerpunkt des Symposiums war u.a. die aktuelle medizinische Studienlage zum Qi Gong. Auch die Praxis kam nicht zu kurz. Frau Dr. Sandra Willeboordse berichtete zur Studienlage der Qi Gong Forschung. Die Ergebnisse der Studien weisen auf eine positive Wirkung von Qi Gong bei Hypertonie, muskuloskelettalen Schmerzen und Schlafstörungen im Rahmen von Tumorerkrankungen hin.

Prof. Ph. D. Norbert Lotz, Leiter des FIRST-Instituts mit Praxis für Angewandte und Klinische Psychologie in Frankfurt überzeugte mit seinem Vortrag Qi Gong und Embodiment: „Wie die Haltung die Haltung beeinflusst und umgekehrt“. Qi Gong ist eine Methode, von der eine bidirektionale Wechselwirkung von Körper und Geist ausgeht.

Herr Dr. phil. Carlos Cobos-Schlicht, ist Sinologe und unterrichtet an der Wolfgang – Goethe-Universität vergleichende Religionswissenschaften und Ethnologie. Er referierte zum Thema „Moderne Rezeption des Qi Gong /Begriffsdeutung“.

Frau Dr. Ingrid Reuther, Fachärztin für Anästhesie, mit eigener Praxis und dem Schwerpunkt Akupunktur, Qi Gong, Psychosomatik und Ernährungsberatung. Sie berichtete zum Thema Brustgesundheit aus Sicht der TCM und der Medizinischen Rolle von Qi Gong-Übungen. Die Entstehung von Mammaknoten könne sich über Qi-Stagnation, Blutstagnation und der Bildung von Schleim und Hitze bis zur toxischen Hitze entwickeln.

Am Nachmittag fanden in 3 zur Auswahl stehenden Workshops praktische Übungen statt, die bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Begeisterung auslöste.

Bericht von Martina Bögel

DÄGfA Ausbildung Qigong


 

 

 

 

 

 

Flyer Symposium Qi Gong

 

Qi Gong als Entspannungs- und Präventionsmethode erfreut sich auch im Westen zunehmender Beliebtheit. Bekannt sind positive Wirkungen auf Atmung und andere vegetative Funktionen sowie auf Beschwerden des Bewegungsapparats. Die Anwendung von Qi Gong als gezielte Therapiemethode – als eine der fünf Säulen der Chinesischen Medizin – ist im europäischen Raum jedoch wenig verbreitet.

Besonders freuen wir uns, Ihnen Informationen aus erster Hand präsentieren zu können. Frau Prof. Liu wird das Nei Yang Gong – Innen Nährendes Qi Gong vorstellen, ein System mit unterschiedlichen Übungsformen, die seit vielen Jahren erfolgreich in ihrer Klinik in Beidaihe eingesetzt werden.

Und ein Symposium zum Qi Gong wäre nicht denkbar ohne praktisches Üben, wir freuen uns sehr, Sie bei den verschiedenen Workshops begrüßen zu können.

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

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Mit der Bahn zum Kursort: Mit der Bahn ab 54,90 Euro zu den Veranstaltungen der DÄGfA

 

 

Die Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Turnusgemäß wurde auf der DÄGfA-Mitgliederversammlung 2019 ein neuer Vorstand gewählt. Fünf Kandidaten stellten sich zur Wahl. Es gab keine Gegenkandidaten. Jeder der fünf Kandidaten wurde mit großer Mehrheit gewählt.

Auf der Mitgliederversammlung wurden ebenfalls zwei neue Kassenprüfer gewählt, weil die aktuell bestellten Kassenprüfer Dr. med. Jürgen Bachmann und Dr. med. Johannes Fleckenstein sich nicht mehr zur Wahl stellten. Neue Kassenprüfer sind Dr. med. Antonius Pollmann und Sarah Eisenhardt.

Neuer Vorstand der DÄGfA: Prof. Dr. med. Dominik Irnich, Gabriela Huemer, Hedi Luxenburger, Nina Klützke, Dr. med. Sybille Kramer (v.l.n.r.)

Prof. Dr. med. Dominik Irnich wurde in seinem Amt als 1. Vorsitzender wiedergewählt.
Seit 1997 ist  er als DÄGfA-Dozent tätig und seit 2010 in verschiedenen Positionen im Vorstand tätig. Dominik Irnich ist Oberarzt an der Klinik für Anaesthesiologie und Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz am Klinikum der LMU am Campus Innenstadt in München, Bayern.

Gabriela Huemer wurde ebenfalls in Ihrem Amt als 2. Vorsitzende bestätigt. Sie ist seit 1994 als Dozentin in der DÄGfA tätig und seit 2004 im Vorstand. Gabriela Huemer arbeitet als praktische Ärztin mit Zusatzbezeichnung Akupunktur und Homöopathie in eigener Praxis in Nußdorf am Inn, Bayern.

Hedi Luxenburger wird in ihrem Amt als Kassenwartin bestätigt. Sie ist DÄGfA-Dozentin seit 1994 und Vorstandsmitglied seit 2007. Hedi Luxenburger ist Fachärztin für Anästhesioloie mit den Schwerpunkten Spezielle Schmerztherapie, Naturheilverfahren und Akupunktur in einer Praxis in Aachen, Nordrhein-Westfalen.

Nina Klützke wird die Position der Schriftführerin übernehmen. Seit 2010 ist sie Gastdozentin der DÄGfA. Nina Klützke ist Fachärztin für HNO-Heilkunde, praktiziert Traditionell Chinesische Akupunktur, Arzneitherapie und Diätetik in eigener Praxis in Hetzerath, Rheinland-Pfalz.

Als weiteres Mitglied wurde Dr. med. Sybille Kramer in den Vorstand gewählt. Sie ist seit 2007 in der Schmerzausbildung und seit Februar 2019 als DÄGfA-Tutorin in der Grundausbildung tätig. Sybille Kramer ist Assistenzärztin an der Klinik und Poliklinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Orthopädie am Klinikum der LMU München, Bayern.

 

 

 

Bericht: SYMPOSIUM „Akupunktur und Integrative Medizin in der Pädiatrie“ am 06./07.04.2019 in Essen

 

Die Tagung fand am Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg Essen als gemeinsam gestaltete Veranstaltung der Professur für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen und der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur) statt.

 

 

Hochkarätige universitäre Wissenschaftler sowie niedergelassene Pädiater stellten zu klassischen Krankheitsbildern ihre praktischen Erfahrungen und  die aktuelle wissenschaftliche Evidenz dar.

(von links nach rechts: Thomas Wernicke, Karin Kalbantner-Wernicke, Phoebe Frontz, Mercedes Ogal, Hanna Seewald, Sabine Schierl, Raymund Pothmann, Siegrid Kruse, Ines von Rosenstiel, Gustav Dobos, Melanie Anheyer, Holger Cramer)

 

 

 

Aus verschiedenen Perspektiven wurde beleuchtet, welche Möglichkeiten sich aus dem Bereich der konventionellen Medizin und der Integrativen Medizin mit besonderem Fokus auf die Akupunktur und Chinesische Medizin bei der Behandlung von Kindern ergeben.

Gerade die Mischung aus packenden Vorträgen am Vormittag und Workshops zum Vertiefen mit direkten Praxisübungen machte das Symposium zu einer runden Sache. Es ergab sich ein intensiver Austausch der uns alle beflügelte und Mut machte den integrativen Weg mit vollem Elan weiter zu gehen. Dank an alle Referenten und Gäste für die intensiven, Herz-und Hirn ansprechenden Tage.

 

Flyer Symposium Pädiatrie (inkl. aller Dozenten)

 

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen

 

 

Programm: Samstag: 06.04.2019

Sonntag, 07.04.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer Symposium Pädiatrie (inkl. aller Dozenten)

Ausblick Spezialkurs: „Meridianentwicklung als Grundlage zum Verständnis und zur Behandlung von Babys und Kindern“ mit Thomas Wernicke / Karin Kalbantner-Wernicke am 30.10.2019 in Baden Baden – Buchung hier

 

 

 

 

 

 

 

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

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33. Akupunktur-Woche in Bad Nauheim vom 27.05.-01.06.2019

Ein Höhepunkt ist wie in jedem Jahr die 33. Akupunktur-Woche in Bad Nauheim, die traditionell in der Woche des Himmelfahrttages vom 27. Mai bis 02. Juni 2019 stattfindet.

Sie können in circa 70 Veranstaltungen mit morgendlichem Qi Gong und einem bunten Abendprogramm die gesamte Bandbreite und Lebendigkeit der DÄGfA erleben.

Es erwartet Sie wieder ein breit gefächertes Angebot von der Grundausbildung über die Qualifikation zur KV-Abrechnung mit Praxiskursen und Fallkonferenzen bis hin zu den renommierten Meisterausbildungen („Meister der Akupunktur DÄGfA, „Meister der Ost-Asiatischen Medizin DÄGfA“).

Eine nachhaltige Motivation für Ihr Praxisteam stellt unser Kurs „Akupunktur, TCM und Naturheilverfahren für medizinische Fachangestellte“ (27.05.19) dar, der dieses Jahr zu Beginn der Woche am Montag stattfindet.

Zudem finden Sie eine Fülle von Spezialkursen zu breitgefächerten Themen der Akupunktur und TCM bis hin zu Veranstaltungen, in denen die Arzt-Patienten-Beziehung im Mittelpunkt steht.

Highlights in 2019:

2019 wird zudem wieder eine eigene Japanische Woche während der Akupunktur-Woche in Bad Nauheim angeboten. Finden Sie hier weitere Informationen dazu.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht aller Kurse während der Akupunktur-Woche:

 

 

Klicken Sie hier um sich für einen gewünschten Kurs anzumelden.

Nähere Informationen zu den Spezialkursen finden Sie hier.

Auch in diesem Jahr findet während der Akupunktur-Woche in Bad Nauheim unsere Jahrestagung und Mitgliederversammlung statt. Die gebührenfreie DÄGfA-Jahrestagung am 30. Mai 2019 mit hochkarätigen Vorträgen und Workshops zeigt die gesamte natur- und geisteswissenschaftliche Bandbreite unserer Fachgesellschaft.

Wir freuen uns auf eine schöne und anregende Woche in Bad Nauheim!
Seien Sie herzlich willkommen.

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

 

Die Veranstaltung wird ohne Sponsoren durchgeführt.
Interessenskonflikte der Veranstalter, der Veranstaltungsleitung und der Referenten bestehen nicht.
Die Veranstaltung ist produkt- und dienstleistungsneutral.

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Mit der Bahn zum Kursort: Mit der Bahn ab 54,90 Euro zu den Veranstaltungen der DÄGfA

 

SEMINAR Japanische Akupunktur mit Ehepaar Yamaoka, Experten der traditionellen japanischen Medizin

Samstag, 6. Juli 2019 · Madrid

Anlässlich eines Europabesuches befindet sich das Ehepaar Yamaoka, Experten der traditionellen japanischen Medizin, in Madrid. Prof. Dr. Yamaoka hat sich bereit erklärt, ein eintägiges praxisorientiertes Akupunkturseminar zu halten.

Der Kurs wird auf englisch abgehalten.

HIER der Flyer

Das Seminar gibt allen Interessenten der japanischen Akupunktur die Möglichkeit von japanischen Akupunkteuren ihre spezielle Technik demonstriert zu bekommen.

Eine besondere Spezialität Professor Yamaokas ist die Technik des „shiraku“ (Mikroaderlass-Therapie).

Das Seminar findet in den neuen geräumigen Praxisräumen von Drs. Eberhard/Bormann in Madrid statt. Wer sich abends noch fit fühlt ist herzlich zu einer „Paella-Pool-Party“ in der Finca ValMahal eingeladen.

Pressemitteilung: Depression – Akupunktur überzeugt in multimodalen Therapien

Bereits im Jahr 2020 könnten Depressionen weltweit die häufigste bis zweithäufigste Volkskrankheit sein. Mit etwa vier Millionen Erkrankten gehört sie in Deutschland schon heute zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden. Nach Meinung und Erfahrung vieler Ärzte und Patienten kann Akupunktur helfen, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

München, 13.3.2019
Depressionen können sich in unterschiedlichen Formen und Schweregraden zeigen. Lebensumstände, Belastungen, genetische Faktoren, aber auch Jahreszeiten begünstigen – oftmals im Zusammenspiel – eine Erkrankung. Eine Vielzahl von Depressionssymptomen wird erfolgreich mit Akupunktur behandelt, darunter Nervosität und Schlaflosigkeit, körperliche und geistige Erschöpfung oder übermächtige Traurigkeit.

Als zielführende und heute etablierte Behandlungsmethode gilt die Kombination von Medikation (z. B. durch Verordnung von Antidepressiva) und Psycho- oder Verhaltenstherapien. Dieser sogenannte multimodale Therapieansatz kann darüber hinaus mit heilungsförderlichen Licht-, Ergo- und Kunsttherapien oder Sport ergänzt werden. Auch die Ohr- und Körperakupunktur zählt zu den verbreiteten Verfahren eines komplementären Behandlungskonzepts. Ihr positiver Einfluss auf die Symptome einer depressiven Erkrankung wurde bereits im Rahmen zahlreicher belastbarer Studien nachgewiesen.

Klinische Praxis bestätigt Wirksamkeit bei depressiven Symptomen

Bei multimodalen Behandlungen, die einen nachweislich langfristigeren Effekt zeigen als Einzeltherapien, überzeugt die fachgerecht durchgeführte Nadelung durch ihre hohe ganzheitliche Wirksamkeit.  „Neben einem positiven Langzeiteinfluss profitieren die Patienten vor allem davon, dass die Akupunktur oft eine Reduktion der Medikamentendosis ermöglicht“, so PD Dr. med. Dominik Irnich, 1. Vorsitzender der 1951 gegründeten Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. ( DÄGfA).

Nicht selten führt die Einnahme von Antidepressiva zu negativen Begleiterscheinungen, darunter Gewichtszunahme, sexuelle Dysfunktionen oder Schlafstörungen. „Diese lassen sich durch Einsatz einer Nadeltherapie deutlich mildern. In Einzelfällen konnte auch beobachtet werden, dass Beschwerden, die als Nebenwirkung mit dem Absetzen von Medikamenten einhergehen können, wie z.B. der sogenannte Entzugskopfschmerz, gut auf Akupunktur ansprechen.“, erklärt Dr. med. Richard Musil, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der LMU München.

Das macht die Akupunktur insbesondere dann zu einem wichtigen Baustein in der Behandlung von Depressionen, wenn eine Medikation aufgrund besonderer patientenseitiger Vorbedingungen nur begrenzt durchgeführt werden kann – etwa bei Vorerkrankungen, Unverträglichkeit oder während einer Schwangerschaft.

Ausblick

Studienlage und Praxiserfahrung sprechen dafür, der Akupunktur einen festen Platz im Gesundheitssystem einzuräumen − die Akzeptanz der Nadeltherapie im Bereich der psychiatrischen Therapie ist bei Ärzten und Therapeuten hoch. Gemeinsam mit anderen Fach- und Berufsverbänden setzt sich die DÄGfA deshalb dafür ein, dass die Behandlungsmethode von Politik, Forschung, Verbänden und Ärztekammern stärker und angemessen berücksichtigt wird.


Gerne vermitteln wir Interviews und Hintergrundgespräche mit unseren Spezialisten.

Pressekontakt und Kurzprofil

Katja Hanley • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DÄGfA – Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V., gegründet 1951

Würmtalstraße 54 • 81375 München
Tel. 089 / 710 05-11  •  Fax 089 / 710 05-25

E-Mail presse@daegfa.de  •  Internet www.daegfa.de


Über die DÄGfA

Die gemeinnützige Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) mit rund 8.600 ärztlichen Mitgliedern ist die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft. Erster Vorsitzender der 1951 gegründeten Gesellschaft ist PD Dr. med. Dominik Irnich, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Die DÄGfA steht für hochwertige Ärzteausbildung in Akupunktur und TCM und fördert den besonderen Qualitätsanspruch dieser ganzheitlichen Behandlungsmethode. In Kooperation mit anderen Fachgesellschaften und Berufsverbänden setzt sich die DÄGfA dafür ein, dass die Behandlungsmethode in Politik, Forschung, Verbänden und Ärztekammern angemessen berücksichtigt wird.


Informationen zur Studienlage

Kernbotschaften aus der Studienübersicht „Akupunktur bei psychiatrischen Erkrankungen“ von Dr. Richard Musil et al, Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ludwig-Maximilians-Universität in München und Dozent der DÄGfA:

A. Verbesserung der Depression bei guter Verträglichkeit

Behandlung von dreißig Patienten mit Körperakupunktur und kranieller  Elektrostimulationsanalgesie (ESA) ein- bis zweimal pro Woche über einen Zeitraum von acht Wochen. Unabhängig von der Häufigkeit der Behandlung zeigte sich in beiden Gruppen eine signifikante Verbesserung der depressiven Symptomatik bei guter Verträglichkeit.

Mischoulon D, Brill CD, Ameral VE, Fava M, Yeung AS (2012): A pilot study of acupuncture monotherapy in patients with major depressive disorder. In: Journal of Affective Disorders, 2012 Dec 10, 141(2-3), 469-73

B. Es ist nicht egal wohin man sticht!

Randomisierte kontrollierten Studie – der sogenannte Goldstandard in der klinischen Forschung für den Beleg von Wirksamkeit und Sicherheit neuer Therapien – mit dreiundsiebzig Patienten. Behandlung mit dem Antidepressiva Fluoxetin und zusätzlich einer ESA oder Sham-Nadelung mit Elektrostimulation, d.h. durchgeführt an Stellen, die von den klassischen chinesischen Akupunkturpunkten entfernt liegen. Dabei zeigte die Akupunkturbehandlung eine bessere Wirkung auf die depressive Symptomatik als die Sham-Nadelung.

Zhang ZJ, Ng R, Man SC, Li TY, Wong W, Tan QR, Wong HK, Chung KF, Wong MT, Tsang WK et al: Dense cranial electroacupuncture stimulation for major depressive disorder – a single-blind, randomized, controlled study. In: PLoS One 2012, 7(1):e29651.

C. Deutlichere Verbesserung bei Schmerz- und Depressionssymptomatik mit Akupunktur

Behandlung von 755 Patienten über 3 Monate mit

(1)    Usual Care (normale Versorgungspraxis) oder

(2)    Akupunktur und Usual Care oder

(3)    Counselling (Beratung durch Mitglieder der British Association for Counselling and Psychotherapy) und Usual Care.

Patienten, die zusätzlich Akupunktur oder Counselling erhielten, zeigten eine signifikant deutlichere Verbesserung der depressiven Symptomatik als die Patienten, die nur die normale ärztliche Versorgung erhielt. Zusätzlich konnte ein Rückgang der eingenommenen Medikation bzw. Schmerzmedikation in der Akupunkturgruppe festgestellt werden.

MacPherson H, Richmond S, Bland M, Brealey S, Gabe R, Hopton A, Keding A, Lansdown H, Perren S, Sculpher M et al: Acupuncture and counselling for depression in primary care: a randomised controlled trial. In: PLoS Med 2013, 10(9):e1001518.

D. Kombination aus Antidepressivum und Akupunktur rein pharmakologischer Behandlung überlegen

Studie mit 160 Patienten, bei der die Kombinationstherapie aus Antidepressivum und Akupunktur bessere Ergebnisse zeigte als eine rein pharmakologische Behandlung. Patienten, die zusätzlich Akupunktur erhielten, benötigten insgesamt zudem weniger Erhöhungen der Dosis des verabreichten Antidepressiva Paroxetin.

Qu SS, Huang Y, Zhang ZJ, Chen JQ, Lin RY, Wang CQ, Li GL, Wong HK, Zhao CH, Pan JY et al: A 6-week randomized controlled trial with 4-week follow-up of acupuncture combined with paroxetine in patients with major depressive disorder. Journal of Psychiatric Research 2013, 47(6):726-732.

Psychische Traumata, Kränkungen und chronischer Schmerz – ein neues Therapiekonzept mit Japanischer Akupunktur

Termin: 27.05.2019 in Bad Nauheim und 14.9.2019 in München

Referent: Dr. Jürgen Schottdorf

Dr. med. Jürgen Schottdorf ist Facharzt für Allgemeinmedizin. Er unterrichtet als Dozent international, u.a. bis 2016 beim Harvard Course „Structural Acupuncture”. Intensiv studiert und praktiziert er seit vielen Jahren Kiiko Style, YNSA und Ohrakupunktur nach Nadia Volf. Als Schüler von David Euler, Kiiko Matsumoto, Dr. Toshikatsu Yamamoto, Prof. Nadia Volf, Dan Bensky entwickelte er nun neue Strategien zur Behandlung von Notfällen und der Psyche. Er ist Buchautor zum Thema.

Kursbuchung

Kursankündigung:

Psychische Traumata und Kränkungen können nicht nur eine posttraumatische Belastungsstörung, sondern auch Depressionen und chronische Schmerzerkrankungen verursachen. Derzeit sind zu deren Behandlung nur EMDR und kognitive Verhaltenstherapie evidenzbasiert. Die übrigen bisher üblichen psychotherapeutischen Verfahren zeigen kaum Evidenz für Wirksamkeit. Die Behandlung mit Akupunktur ist wenig erforscht und es existiert keine differenzierte Methode.

Das hier gelehrte Verfahren stellt eine äußerst effiziente und schnell wirksame neue Methode für psychische Traumatisierungen und lebensentscheidende Kränkungen dar, bei der Akupunktur in fünf Schritten mit Psychotherapie kombiniert wird.

Ziel der Therapie ist, mit Imagination, Beeinflussung des Unterbewussten und des Vegetativums die negativen Gefühle im Bereich des limbischen Systems so zu beeinflussen, dass das Ereignis ausschließlich im episodischen Gedächtnis abgespeichert ist und damit die Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung und der Kränkung beseitigt ist. Abschließend wird das Ereignis mit einem positiv konnotierten Bild, das mit dem Trauma assoziiert ist, „überschrieben“, um die Wirksamkeit zu verstärken.

Da sich diese Methode auch in der Behandlung psychischer Störungen vor und nach der Geburt bewährte, wird auch dieses Thema im Kurs besprochen.

Es wird an theoretischen Überlegungen, in Beispielen und praktisch an Patienten die Herangehensweise gelehrt. Damit kann die Methode – unabhängig vom bisher praktizierten Akupunkturstil – umgehend eingesetzt werden.

Nach inzwischen mehrjähriger intensiver Erfahrung mit dieser neuen Methode wurden hierin erste Kollegen ausgebildet. Diese konnten nach dem Kurs erfreulicherweise ähnliche Therapieerfolge erzielen, was bestärkte, die Kurse mit angepasstem Konzept vermehrt anzubieten.

Derzeit bereiten Dr. Richard Musil von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums der Universität München, Nussbaumstraße, und Dr. Jürgen Schottdorf gemeinsam eine Multicenterstudie vor.

 

Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA) mit Dr. med. Hans Ogal

Die Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA) gehört zu den Mikrosystemen und hat weltweite Anerkennung und Verbreitung gefunden. Sie ist ein in sich geschlossenes System am Kopf und leicht zu erlernen. Behandlungserfolge können unmittelbar nach der korrekt durchgeführten Akupunktur erwartet werden. Indikationen sind vor allem Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungssystems sowie neurologische Erkrankungen bzw. deren Folgen. Darüber hinaus kommt die YNSA als Begleittherapie bei vielen organischen Erkrankungen, nach Verletzungen und Operationen zum Einsatz.

Die ersten YNSA-Kurse in Deutschland hat Dr. Yamamoto vor über 40 Jahren bei der DÄGfA gegeben. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist er weiterhin sehr aktiv und behandelt täglich Patienten in seiner Klinik in Miyazaki, Japan.

Kurstitel:  Yamamoto Neue Schädelakupunktur: Basiskurs und Advanced

Dozent: Dr. Hans Ogal

Termin: 27.und 28.04.2019 (auch einzeln buchbar)

Kursort: Ka eins Tagen im Ökohaus

Kurse buchen: hier klicken

 

Dr. Hans Ogal ist einer seiner engsten Schüler und seit über 20 Jahren international bekannter Schmerztherapeut mit eigener Praxis in Baar/Schweiz.

 

 

In folgendem Video können Sie weitere Informationen und Eindrücke über die Schädelakupunktur nach Yamamoto erhalten:

 

Sehen Sie sich hier ein Kurzfilm zum Portrait von Dr. Toshikatsu Yamamoto an:

 

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

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