Bericht: Studententag DÄGfA in Berlin am 11.11.2018

Erstmals fand ein Studententag für Fortgeschrittene im Symposium-Format statt mit direktem Einstieg in Themen wie: Arzt-Patienten-Verhältnis, Triggerpunktakupunktur, TuiNa und Qigong.

Bislang wurden bei den Studententagen die Grundlagen der TCM und Praktiken wie Schröpfen, Moxa und Akupunktur den Studierenden nahegelegt- so wie auch wieder beim nächsten Studententag in Düsseldorf am 02.11.2019.

Als prominenten Dozenten konnten wir diesmal einenDr. Klaus-Dieter Platsch gewinnen. Er konnte mit seinen Erfahrungen mit Umgang von Patienten sowohl die Tutoren als auch die Teilnehmer mitreißen.

Neben Qi Gong Übungen und Vorträgen zur TCM und Triggerpunktakupunktur konnten wir Tutoren erstmals spezielle Themen, wie YNSA, TuiNa und Triggerpunktakupunktur anbieten.

Rundum war das Pilotprojekt „Studenten-Symposium“ ein gelungener Erfolg mit Studierenden aus 5 medizinischen Fakultäten in Deutschland.

Bericht: Symposium „Integrative Medizin und Akupunktur in der Gynäkologie“

Am Samstag 10.11.2018 fand in den Räumen der Charité das 1. gemeinsame Symposium der Klinik für Gynäkologie – Zentrum für onkologische Chirurgie und der Hochschulambulanz für Naturheilkunde des Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin und der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. statt.

Wir freuen uns, dass wir Referenten mit unterschiedlicher Expertise im Bereich gynäkologischer Erkrankungen mit sowohl klinischen, sowie wissenschaftlichen Schwerpunkten für Vorträge und Praxis-Workshops gewinnen konnten. Dadurch konnten wir das diesjährige Programm mit praxisrelevanten, evidenzbasierten Inhalten sehr vielseitig und interdisziplinär gestalten.

Hochkarätige universitäre Wissenschaftler in den Bereichen Gynäkologie, Naturheilkunde und Integrative Medizin, sowie niedergelassene Gynäkologen stellten zu klassischen Krankheitsbildern in der Gynäkologie ihre praktischen Erfahrungen und die aktuelle wissenschaftliche Evidenz dar.

Aus verschiedenen Perspektiven konnten wir beleuchten, welche Möglichkeiten sich aus dem Bereich der konventionellen Medizin und der Integrativen Medizin mit besonderem Fokus auf die Akupunktur und Chinesische Medizin bei der Behandlung von Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen ergeben.

In praxisnahen Workshops wurden darüber hinaus Vortragsthemen vertieft und die praktische Anwendung von Akupunktur und weiteren komplementären Verfahren dargestellt und in kleineren Workshop-Gruppen intensiv diskutiert.

Prof. Dr. med. Benno Brinkhaus, Professor für Naturheilkunde, Leiter der Charité Hochschulambulanz für Naturheilkunde Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charite-Universitätsmedizin Berlin. eröffnete das Symposium gemeinsam mit PD Dr. D. Irnich,1. Vorsitzender der DÄGfA, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz, Klinik für Anaesthesiologie am Klinikum der Universität München (LMU), Campus Innenstadt.

Prof. Dr. med. Jalid Sehouli ist Direktor der Klinik für Gynäkologie Charité Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin sowie Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums der Charité in Berlin Prof. Dr. Jalid Sehouli, Berlin und führte in seinem Vortrag „Integrative Onkologie in der Gynäkologie zum Einen inhaltlich in das Thema ein, verdeutlichte die Wichtigkeit und Aktualität des Themenschwerpunktes und setzte andererseits wissenschaftliche Akzente.

Professor Elisabet Stener-Victorin, PhD, auf dem Gebiet der Akupunktur eine der führenden Gynäkologie-Forscherinnen, ist am Institut für Physiologie und Pharmakologie am Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden tätig. Leiterin der Forschungsgruppe Reproduktive Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselstörungen. In Ihren Vortrag „Can acupuncture be used to relieve PCOS (polycystic ovary syndrome) related symptoms?“ fasste sie ihre klinischen und experimentellen Studien zusammen. Mit einer Prävalenz von rund zehn Prozent ist PCOS eine der häufigsten Stoffwechselstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Ausgelöst wird es durch unterschiedliche pathogenetische Mechanismen. PCOS ist die Hauptursache für erhöhte Androgenspiegel (Hyperandrogenismus), Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit.

Im Folgenden referierte Dr. med. Johanna Stör, Fachärztin für Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Stamm-Dozentin der DÄGfA  über ihre „Erfahrungen mit Akupunktur bei Patientinnen mit Dysmenorrhoe und Prämenstruellem Syndrom“.

Dr. med. Miriam Ortiz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialmedizin – Charité referierte über „Möglichkeiten der Integrativen Medizin bei Wechseljahresbeschwerden“.

Praxisnah mit viel TCM-Bezügen steltte Dr. med. Kirsten Kuhlmann, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin das Thema „Myome und Endometriose – Therapie mit Chinesischer Arzneimitteltherapie und Akupunktur“ dar.

Den Abschlussvortrag hielt Dr. med. Stefan Englert, Facharzt für Allgemeinmedizin, Schwerpunkt-Praxis für chinesische Medizin in Ravensburg. Begründer des Ausbildungsinstitut TCM-Advance, der DWG TCM e.V. und der Arbeitsgruppe TCM in der Reproduktionsmedizin mit einem spannenden Referat zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“.

Nach den Impulsvorträgen, welche jeweils von lebhaften Diskussionen begleitet wurden, bestand am Nachmittag die Möglichkeit die Inhalte der Referate in Form von Workshops zu vertiefen. In den vier verschiedenen Workshops, welche jeweils in einer zweiten Runde wiederholt wurden, standen praktische Erfahrungen und intensiver Austausch im Vordergrund. Themen waren:

  • Akupunktur in der Geburtshilfe, Dr. Johanna Stör
  • Fallkonferenz, Dr. Julia Vieregg, Dr. Miriam Ortiz
  • Acupuncture to relieve PCOS related symptoms, Prof. Elisabet Stener-Victorin
  • Unerfüllter Kinderwunsch, Dr. Stefan Englert

Wir danken allen Beteiligten für diese gelungene Veranstaltung!

 

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

Kurzfilm: Zusatzbezeichnung Akupunktur bei der DÄGfA – Alles was Sie dazu wissen müssen

Sie interessieren sich für die Grundausbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Akupunktur und haben noch einige Fragen? Dann schauen Sie einfach mal in unser Kurzfim zu dem Thema – hier erklären wir einfach und anschlaulich alles, was Sie zu der Ausbildung wissen müssen.

Viel Freude dabei!

Bei allen weiteren Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de.

 

 

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Wir wünschen Ihnen eine gute Reise.

Weltärztekongress für Akupunktur ICMART-iSAMS 2018: Zeit für die weltweite medizinische und gesundheitspolitische Anerkennung der Akupunktur

Vom 07. bis 09. September 2018 fand der bis dahin größte internationale Kongress für ärztliche Akupunktur mit 212 wissenschaftlichen Beiträgen, 187 international renommierten Referenten aus 36 Nationen und über 500 Teilnehmern im Hilton Hotel in München statt.

Ausgezeichnete Wissenschaftler, erfahrene Praktiker, Meister und Studierende trafen sich auf der ICMART-iSAMS 2018, um sich über ärztliche Akupunktur und aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen, Neues zu lernen und zu hinterfragen − und nicht zuletzt, um gemeinsam zu feiern.

Veranstaltet wurde der international beachtete Kongress in Zusammenarbeit der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. – DÄGfA (Co-Chair Hedi Luxenburger), der Klinik für Anaesthesiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (Co-Chair Dominik Irnich), dem internationalen Akupunkturdachverband ICMART (Co-Chair Konstantina Theodoratou) und der koreanischen Organisation des International Scientific Acupuncture and Meridian Symposium – iSAMS (Co-Chair Pan Dong Ryu).

Für die Kliniker und Wissenschaftler, die von überall auf der Welt nach München gereist waren, standen der Einsatz der Akupunktur in der Anaesthaesiologie, die Wirksamkeit der Nadeltherapie bei muskuloskelettalen und neuropathischen Schmerzen, unterschiedlichen Allergien, gynäkologischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie der Einsatz von Akupunktur und Qigong bei der Behandlung von Katastrophenopfern im Fokus.

Highlights Plenarveranstaltungen: Akupunktur auf dem Prüfstand

Die weltweit größte Datenbank zur Akupunktur bei chronischen Schmerzen präsentierten Prof. Brinkhaus (Charité Berlin), Prof. Linde (TU München) und Prof. Witt (Universität Zürich). Ihre Analysen zeigen eindeutig, dass Akupunktur bei chronischen Schmerzen Placebo überlegen ist und klinisch wirksam eingesetzt werden kann.

Prof. Chapman (University Utah, USA), veranschaulichte, dass Akupunktur möglicherweise über Änderungen des Bewusstseinszustandes die Schmerzwahrnehmung beeinflussen (Schmerz als Bewusstseinszustand) und – vereinfacht gesagt – das Schmerzgedächtnis löschen oder zumindest abschwächen könnte. Dazu illustrierten drei Spezialisten für bildgebende Verfahren, dass kortikale Reorganisation und Dysbalance zwischen sympathischer und parasympathischer Aktivität durch Akupunktur ausgleichen werden können. Diese Aktivitäten spielen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen eine entscheidende Rolle (Prof. Napadow, Harvard Medical School, Boston, USA; Prof. Harris, University of Michigan, USA; Prof. Beissner, Medizinische Hochschule Hannover).

Einem weiteren innovativen Ansatz, der Prädiktion der Akupunkturwirkung durch sensorische Empfindungsschwellen, widmete sich ein Symposium, zu dem Prof. Treede (Universität Heidelberg) den Auftakt gab. Hier diskutierten unter anderem Prof. Audette (Harvard Medical School, USA), Dr. Kong (Standford University, USA) und Dr. Bäumler von der Schmerzambulanz am Campus Innenstadt.

Neben den wissenschaftlichen Themen bildeten gesundheitspolitische Aspekte einen Schwerpunkt: Der Nutzen von Akupunktur in internationalen Gesundheitsstrategien wurde lebhaft debattiert. Zur Diskussion stellten sich unter anderem der WHO Koordinator für Traditionelle und Komplementäre Medizin, Dr. Zhang Qi, und der EUROCAM Sprecher Ton Nicolai.

Eine kritische Analyse bot Prof. Unschuld, Charité Berlin als er der Frage nachging „Can Traditional Chinese Medicine (TCM) be Global?“.

Wissenschaftliche Poster und Verleihung des ICMART Science Award

Begleitet wurde der Kongress von einer Posterausstellung. Insgesamt wurden acht Preise verliehen, jeweils mit 250 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden Herr Shin Takayama, Tohoku University Hospital, Japan, Frau Caroline Stratmann und Herr Henning Pott, beide Klinik für Anaesthesiologie, LMU München, Herr Ari Ojeda Ocampo Moré, Brasilien, Herr Antonio Carlos Santana, Brasilien, Herr Christoph Colling, Falkensee, Herr Seunghoon Lee, Department of Acupuncture & Moxibustion Medicine, Kyung Hee University, Südkorea, Herr Berthold Henkel, Greifswald.

Der bei der Abschlussveranstaltung verliehene, mit 1.000 Euro dotierte ICMART Science Award, ging in diesem Jahr an Herrn Younbyoung Chae, Dept. of Meridian and Acupoint, College of Korean Medicine, Südkorea.

Den ICMART-3B Young Science Travel Award gewannen Frau Sandra Blum, Österreich, Frau Mai Elsheikh, Ägypten, Frau Gesine Schultz, Greifswald sowie an Herr Million Tesfaye Eshete, Äthiopien. Der Young Scientist Travel Award ist mit 500 Euro dotiert.

Bericht: 1. Herbstakademie Niederaltaich

4 Tage lang durften wir im besonderen Ambiente des Klosters Niederaltaich über die berufliche Fortbildung hinaus hautnah erleben was „Qi“ und „Shen“ in gelebter Weise bedeuten kann. 20 Grundkurs-Teilnehmer erlebten so einen Einstieg der besonderen Art mit viel Raum und Zeit für praktische Übungen, Austausch mit den erfahrenen „Meistern“ weit weg vom Alltagsstress.

 

Die Spezialkurse der Meisterausbildung boten viel „hands on“ unter dem Motto „Bewusstheit als Grundlage von ärztlichem Handeln“.

Wir sind dankbar und glücklich einen solch wunderbaren Ort gefunden zu haben und empfinden es als einen Beginn einer wunderbaren fortlaufenden Kooperation und Austauschmöglichkeit.

Termin 2019: 20.-23.11.2019

Themen:
  • Grundkurs G1-G4
  • Die spirituellen Aspekte der Wandlungsphasen (S. Schierl, Pater Basilius Welscher OSB)
  • Bewusstheit als Grundlage von ärztlichem Handel (E. Berr)
  • Spirituelle Dimension im Arztsein (K.-D. Platsch)
  • Hands on Kurse – Themen werden noch bekannt gegeben

 

Teilnehmerbericht:

Liebe DÄGfA- Getreuen, Akupunktur- und TCM- Begeisterte,

mit der Herbstakademie in Niederaltaich hat das Fortbildungszentrum um Sabine Schierl und Klaus Trinczek einen wunderbaren Rahmen für wissbegieriges Lernen für Anfänger und Fortgeschrittene in der ganz eigenen Atmosphäre der Benediktinerabtei von Niederaltaich geschaffen.

Ein bunter Reigen an Grund-/ Meister- und Spezialkursen mit tollen Referenten war eingebettet in gemeinsames Achten auf sich selbst mit Qi Gong, morgendlichen Meditationsgängen an den Donauufern, Achtsamskeitsmeditationen mit Eric Berr und der Möglichkeit der Teilhabe an Riten der Abtei. Die Abende konnte man nach Belieben beim kollegialen Austausch im Klosterstüberl ausklingen lassen. Wir hoffen auf Wiederholung, die Planungen stehen wohl bereits.

Andreas Hruschka

Kurzfilm – Ausbildung für Studenten bei der DÄGfA

Mit der Akupunkturausbildung kann man nicht früh genug anfangen. Daher bietet die DÄGfA für begeisterte Studenten im Bereich Akupunktur und TCM einiges an!

 

Schauen Sie sich unseren Kurzfilm an und lassen sich inspirieren und begeistern von unseren Studenten.

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

Wiederaufnahme der Stichprobenprüfung EBM Akupunktur ab 2018

Bericht: Symposium Sportmedizin und Akupunktur

***Neuer Termin 2019 für Symposium Sportmedizin und Akupunktur

05.10.2019 auf Mallorca, Spanien***

Vorläufiges Programm: Flyer Symp Sport 2019

Das Symposium ist der Auftakt der Fortbildungsveranstaltung:  Sport verschreiben – aber richtig!  05. – 13. Oktober 2019 im Portblue Club Pollentia, Mallorca

Bericht Symposium Sport 2018:

Am 6. Mai 2018 fand in Frankfurt am Main das erste Symposium für Sportmedizin und Akupunktur in Kooperation der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur DÄGfA und der Abteilung für Sportmedizin der Goethe-Universität mit ihrer Weiterbildungsakademie, statt.

Am Campus Sport wurde vor knapp 60 Teilnehmern ein Bogen von physiologischen Zielmechanismen, über die historische Entwicklung hin zur Anwendung und Relevanz von Akupunktur und verwandten Verfahren im Spitzensport, gespannt. Dazu trug eine Vielzahl hoch qualifizierter und eloquenter Referenten bei (Abb. 1), die sowohl in Fachvorträgen als auch eigenen Workshops die jeweilige Thematik vertieften.

Professor Werner Klingler, Chefarzt für Anästhesiologie und Tagungspräsident des internationalen Fascia Research Kongress 2018 in Berlin (http://fasciacongress.org/ [1]) , berichtete eingangs von den neuesten Entwicklungen in der Faszienforschung, und der Rolle des Bindegewebes als Ziel Struktur jedweder Form von Bewegung. Dies wurde unmittelbar in die praktische Konsequenz überführt, durch Peter Geigle, den leitenden Physiotherapeuten der TSG 1899 Hoffenheim, der darlegte wie essentiell die tägliche Betrachtung von Muskeln und Faszien in der Gesunderhaltung der Sportler ist. Johannes Fleckenstein Sportmediziner aus Gießen/Frankfurt brachte es anschließend auf den (Akupunktur-)Punkt: von therapeutischer Konsequenz ist die manuelle Stimulation des Zielgewebes, wie sie insbesondere durch Akupunktur, Neuraltherapie oder Dry Needling gelingt.

Diesem Vortragsblock über das Zielgewebe folgte nun ein praktisch-orientierter Blick aus Sicht der Chinesischen Medizin. Oskar Schmid Junior, Orthopäde aus Nittenau berichtete zunächst unter dem spannenden Titel „Einsatz von Acupuncture Related Techniques im (Profi-)Sport – Olympic VR China meets West“ über die historischen und gegenwärtigen Kontroversen zwischen den Medizinsystemen. Anschließend stellte sein Fachkollege Jürgen Bachmann, Hattingen, die therapeutische Säule der TuiNa als manual-medizinische Technik im sportmedizinischen Kontext vor.

Reinhardt Wagner, Facharzt für Sport- und Allgemeinmedizin aus Lahr/Schwarzwald, berichtete über seine Erfahrungen in der Betreuung von Sportlern der ehemaligen DDR sowie im niedergelassenen Praxisbereich, und stellte die Bedeutung der TCM für die Sportmedizin plastisch anhand der 5 Wandlungsphasen dar. Den Abschluss der wissenschaftlichen Vorträge machte Professor Winfried Banzer, Hausherr der Sportmedizin der Uni Frankfurt, mit einer Analyse der gegenwärtigen Studienlage: für die Wirksamkeit der Akupunktur im Sportbereich, bezogen auf Regeneration, Relaxation, Schmerztherapie, u.a., sprechen einige methodologisch gut publizierte Studien.

Am Nachmittag war nun Gelegenheit sich praktisch an die Materie anzunähern, sei es mittels Ultraschalltechniken zur Fasziendiagnostik (Klingler), physiotherapeutischer Anwendung (Geigle), TuiNa (Bachmann), sportmedizinisch relevanten Akupunkturtechniken (Schmid, Wagner) und Faszientechniken wie der Faszienrolle (Banzer, Jan Wilke).

Den Abschluss des Tages brachte eine Diskussionsrunde aller Referenten und Teilnehmer. Zusammenfassend war für alle ein Tag nicht ausreichend um alle Fragen rund um das spannende Thema zu klären. Das Akupunktur, Faszien und Sportmedizin gut zusammenpassen ist nun aber für jeden klar. Als Ausblick sei bereits darauf hingewiesen, dass das Symposium 2020 wieder in Frankfurt stattfinden soll, für 2019 soll das Thema im Rahmen der Weiterbildungswoche Sportmedizin der Weiterbildungsakademie der Goethe-Universität (https://www.sportmedizin-akademie.de/) in Mallorca aufgegriffen werden.

Abbildung 1: Die Referenten der Veranstaltung vor dem Hörsaal am Campus Sport, Goethe-Universität Frankfurt, von rechts: Werner Klingler, Peter Geigle, Reinhardt Wagner, Oskar Schmid, Winfried Banzer, Jürgen Bachmann, Johannes Fleckenstein


[1] Klingler et al. Faszienforschung: Quo vadis? Deutsche Zeitschrift für Akupunktur May 2018, Volume 61, Issue 2, pp 69–74[1]

Bericht von:

Johannes Fleckenstein1,2,3 und Winfried Banzer1

1Abteilung für Sportmedizin, Institut für Sportwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt, Ginnheimer Landstr. 39 60487 Frankfurt am Main
2Abteilung für Sportmedizin, Institut für Sportwissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen, Kugelberg 62, 35394 Gießen
3Abteilung für TCM/Akupunktur, Institut für Komplementärmedizin, Universität Bern

 

 

Entscheidungen des Ärztetages zur TCM: ZWB Chinesische Medizin abgelehnt

München, 17.05.2018

Auf dem deutschen Ärztetag in Erfurt wurde die Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung verabschiedet. Wir haben mehrfach über die Vorschläge der Fachgesellschaften Akupunktur und TCM sowie Komplementärmedizin berichtet.

Abgelehnt wurde der Vorschlag eine Zusatz-Weiterbildung (ZWB) Chinesische Medizin einzuführen. Durch einen Zusatzantrag wurde jedoch die Möglichkeit geschaffen, diesen Antrag in zwei Jahren erneut vorlegen zu können.

Der Vorschlag der Fachgesellschaften, die ZWB Akupunktur von 200 Stunden auf 360 Stunden Kurs- und praktische Weiterbildung zu erhöhen, der mit Unterstützung der Ständigen Konferenz „Ärztliche Weiterbildung“ der BÄK eingebracht wurde, wurde nach einem Einzelantrag und intensiver Diskussion mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Hier finden Sie die Beschlüsse sowie die Anlage zur Novelle der MWBO.

Ihr Vorstand der DÄGfA