Bericht: SYMPOSIUM „Akupunktur und Integrative Medizin in der Pädiatrie“ am 06./07.04.2019 in Essen

 

Die Tagung fand am Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg Essen als gemeinsam gestaltete Veranstaltung der Professur für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen und der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur) statt.

 

 

Hochkarätige universitäre Wissenschaftler sowie niedergelassene Pädiater stellten zu klassischen Krankheitsbildern ihre praktischen Erfahrungen und  die aktuelle wissenschaftliche Evidenz dar.

(von links nach rechts: Thomas Wernicke, Karin Kalbantner-Wernicke, Phoebe Frontz, Mercedes Ogal, Hanna Seewald, Sabine Schierl, Raymund Pothmann, Siegrid Kruse, Ines von Rosenstiel, Gustav Dobos, Melanie Anheyer, Holger Cramer)

 

 

 

Aus verschiedenen Perspektiven wurde beleuchtet, welche Möglichkeiten sich aus dem Bereich der konventionellen Medizin und der Integrativen Medizin mit besonderem Fokus auf die Akupunktur und Chinesische Medizin bei der Behandlung von Kindern ergeben.

Gerade die Mischung aus packenden Vorträgen am Vormittag und Workshops zum Vertiefen mit direkten Praxisübungen machte das Symposium zu einer runden Sache. Es ergab sich ein intensiver Austausch der uns alle beflügelte und Mut machte den integrativen Weg mit vollem Elan weiter zu gehen. Dank an alle Referenten und Gäste für die intensiven, Herz-und Hirn ansprechenden Tage.

 

Flyer Symposium Pädiatrie (inkl. aller Dozenten)

 

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen

 

 

Programm: Samstag: 06.04.2019

Sonntag, 07.04.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer Symposium Pädiatrie (inkl. aller Dozenten)

Ausblick Spezialkurs: „Meridianentwicklung als Grundlage zum Verständnis und zur Behandlung von Babys und Kindern“ mit Thomas Wernicke / Karin Kalbantner-Wernicke am 30.10.2019 in Baden Baden – Buchung hier

 

 

 

 

 

 

 

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

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Pressemitteilung: Depression – Akupunktur überzeugt in multimodalen Therapien

Bereits im Jahr 2020 könnten Depressionen weltweit die häufigste bis zweithäufigste Volkskrankheit sein. Mit etwa vier Millionen Erkrankten gehört sie in Deutschland schon heute zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden. Nach Meinung und Erfahrung vieler Ärzte und Patienten kann Akupunktur helfen, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

München, 13.3.2019
Depressionen können sich in unterschiedlichen Formen und Schweregraden zeigen. Lebensumstände, Belastungen, genetische Faktoren, aber auch Jahreszeiten begünstigen – oftmals im Zusammenspiel – eine Erkrankung. Eine Vielzahl von Depressionssymptomen wird erfolgreich mit Akupunktur behandelt, darunter Nervosität und Schlaflosigkeit, körperliche und geistige Erschöpfung oder übermächtige Traurigkeit.

Als zielführende und heute etablierte Behandlungsmethode gilt die Kombination von Medikation (z. B. durch Verordnung von Antidepressiva) und Psycho- oder Verhaltenstherapien. Dieser sogenannte multimodale Therapieansatz kann darüber hinaus mit heilungsförderlichen Licht-, Ergo- und Kunsttherapien oder Sport ergänzt werden. Auch die Ohr- und Körperakupunktur zählt zu den verbreiteten Verfahren eines komplementären Behandlungskonzepts. Ihr positiver Einfluss auf die Symptome einer depressiven Erkrankung wurde bereits im Rahmen zahlreicher belastbarer Studien nachgewiesen.

Klinische Praxis bestätigt Wirksamkeit bei depressiven Symptomen

Bei multimodalen Behandlungen, die einen nachweislich langfristigeren Effekt zeigen als Einzeltherapien, überzeugt die fachgerecht durchgeführte Nadelung durch ihre hohe ganzheitliche Wirksamkeit.  „Neben einem positiven Langzeiteinfluss profitieren die Patienten vor allem davon, dass die Akupunktur oft eine Reduktion der Medikamentendosis ermöglicht“, so PD Dr. med. Dominik Irnich, 1. Vorsitzender der 1951 gegründeten Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. ( DÄGfA).

Nicht selten führt die Einnahme von Antidepressiva zu negativen Begleiterscheinungen, darunter Gewichtszunahme, sexuelle Dysfunktionen oder Schlafstörungen. „Diese lassen sich durch Einsatz einer Nadeltherapie deutlich mildern. In Einzelfällen konnte auch beobachtet werden, dass Beschwerden, die als Nebenwirkung mit dem Absetzen von Medikamenten einhergehen können, wie z.B. der sogenannte Entzugskopfschmerz, gut auf Akupunktur ansprechen.“, erklärt Dr. med. Richard Musil, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der LMU München.

Das macht die Akupunktur insbesondere dann zu einem wichtigen Baustein in der Behandlung von Depressionen, wenn eine Medikation aufgrund besonderer patientenseitiger Vorbedingungen nur begrenzt durchgeführt werden kann – etwa bei Vorerkrankungen, Unverträglichkeit oder während einer Schwangerschaft.

Ausblick

Studienlage und Praxiserfahrung sprechen dafür, der Akupunktur einen festen Platz im Gesundheitssystem einzuräumen − die Akzeptanz der Nadeltherapie im Bereich der psychiatrischen Therapie ist bei Ärzten und Therapeuten hoch. Gemeinsam mit anderen Fach- und Berufsverbänden setzt sich die DÄGfA deshalb dafür ein, dass die Behandlungsmethode von Politik, Forschung, Verbänden und Ärztekammern stärker und angemessen berücksichtigt wird.


Gerne vermitteln wir Interviews und Hintergrundgespräche mit unseren Spezialisten.

Pressekontakt und Kurzprofil

Katja Hanley • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DÄGfA – Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V., gegründet 1951

Würmtalstraße 54 • 81375 München
Tel. 089 / 710 05-11  •  Fax 089 / 710 05-25

E-Mail presse@daegfa.de  •  Internet www.daegfa.de


Über die DÄGfA

Die gemeinnützige Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) mit rund 8.600 ärztlichen Mitgliedern ist die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft. Erster Vorsitzender der 1951 gegründeten Gesellschaft ist PD Dr. med. Dominik Irnich, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Die DÄGfA steht für hochwertige Ärzteausbildung in Akupunktur und TCM und fördert den besonderen Qualitätsanspruch dieser ganzheitlichen Behandlungsmethode. In Kooperation mit anderen Fachgesellschaften und Berufsverbänden setzt sich die DÄGfA dafür ein, dass die Behandlungsmethode in Politik, Forschung, Verbänden und Ärztekammern angemessen berücksichtigt wird.


Informationen zur Studienlage

Kernbotschaften aus der Studienübersicht „Akupunktur bei psychiatrischen Erkrankungen“ von Dr. Richard Musil et al, Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ludwig-Maximilians-Universität in München und Dozent der DÄGfA:

A. Verbesserung der Depression bei guter Verträglichkeit

Behandlung von dreißig Patienten mit Körperakupunktur und kranieller  Elektrostimulationsanalgesie (ESA) ein- bis zweimal pro Woche über einen Zeitraum von acht Wochen. Unabhängig von der Häufigkeit der Behandlung zeigte sich in beiden Gruppen eine signifikante Verbesserung der depressiven Symptomatik bei guter Verträglichkeit.

Mischoulon D, Brill CD, Ameral VE, Fava M, Yeung AS (2012): A pilot study of acupuncture monotherapy in patients with major depressive disorder. In: Journal of Affective Disorders, 2012 Dec 10, 141(2-3), 469-73

B. Es ist nicht egal wohin man sticht!

Randomisierte kontrollierten Studie – der sogenannte Goldstandard in der klinischen Forschung für den Beleg von Wirksamkeit und Sicherheit neuer Therapien – mit dreiundsiebzig Patienten. Behandlung mit dem Antidepressiva Fluoxetin und zusätzlich einer ESA oder Sham-Nadelung mit Elektrostimulation, d.h. durchgeführt an Stellen, die von den klassischen chinesischen Akupunkturpunkten entfernt liegen. Dabei zeigte die Akupunkturbehandlung eine bessere Wirkung auf die depressive Symptomatik als die Sham-Nadelung.

Zhang ZJ, Ng R, Man SC, Li TY, Wong W, Tan QR, Wong HK, Chung KF, Wong MT, Tsang WK et al: Dense cranial electroacupuncture stimulation for major depressive disorder – a single-blind, randomized, controlled study. In: PLoS One 2012, 7(1):e29651.

C. Deutlichere Verbesserung bei Schmerz- und Depressionssymptomatik mit Akupunktur

Behandlung von 755 Patienten über 3 Monate mit

(1)    Usual Care (normale Versorgungspraxis) oder

(2)    Akupunktur und Usual Care oder

(3)    Counselling (Beratung durch Mitglieder der British Association for Counselling and Psychotherapy) und Usual Care.

Patienten, die zusätzlich Akupunktur oder Counselling erhielten, zeigten eine signifikant deutlichere Verbesserung der depressiven Symptomatik als die Patienten, die nur die normale ärztliche Versorgung erhielt. Zusätzlich konnte ein Rückgang der eingenommenen Medikation bzw. Schmerzmedikation in der Akupunkturgruppe festgestellt werden.

MacPherson H, Richmond S, Bland M, Brealey S, Gabe R, Hopton A, Keding A, Lansdown H, Perren S, Sculpher M et al: Acupuncture and counselling for depression in primary care: a randomised controlled trial. In: PLoS Med 2013, 10(9):e1001518.

D. Kombination aus Antidepressivum und Akupunktur rein pharmakologischer Behandlung überlegen

Studie mit 160 Patienten, bei der die Kombinationstherapie aus Antidepressivum und Akupunktur bessere Ergebnisse zeigte als eine rein pharmakologische Behandlung. Patienten, die zusätzlich Akupunktur erhielten, benötigten insgesamt zudem weniger Erhöhungen der Dosis des verabreichten Antidepressiva Paroxetin.

Qu SS, Huang Y, Zhang ZJ, Chen JQ, Lin RY, Wang CQ, Li GL, Wong HK, Zhao CH, Pan JY et al: A 6-week randomized controlled trial with 4-week follow-up of acupuncture combined with paroxetine in patients with major depressive disorder. Journal of Psychiatric Research 2013, 47(6):726-732.

Spezialausbildungen der DÄGfA – ein Überblick

Im Rahmen unserer Aufbaustudiengänge „Meister der Akupunktur DÄGfA“ und „Meister der Ost-Asiatischen Medizin DÄGfA“ bieten wir eine vielzahl von Kursen an, die es Ihnen ermöglicht Ihr Wissen, je nach Interesse und Bedürfnis,  zu vertiefen.

Hier finden Sie einen Gesamtüberblick:

Unsere Referenten sind ausschließlich Spezialisten in ihrem Fachgebiet. Weitere Markenzeichen sind einheitliche Kursskripten, Praxisorientierung, Patientenvorstellungen, Patientenbehandlung durch Teilnehmer unter Supervision und moderne Lehrmethoden.

Alle Kurse können auch einzeln und unabhängig voneinander gebucht werden.


Chinesische Arzneitherapie (CAT)

Die Chinesische Arzneitherapie (CAT) ist das seit Jahrhunderten erfolgreiche, in China am häufigsten angewendete Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Fachgerecht praktiziert, ist sie eine effektive und sichere Therapieform bei vielen Erkrankungen.

In Deutschland sind die wichtigsten Arzneimittel über ein breites Netz von spezialisierten Apotheken erhältlich, die für die Qualität und Reinheit der Produkte garantieren.

Weitere Informationen und den gesamten Ausbildungsplan finden Sie in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.


Chinesische Diätetik

Die Ausbildungsreihe bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, chinesische Ernährung und Diätetik intensiv und anwendungsorientiert in Theorie und Praxis kennenzulernen und anzuwenden.

Die Ausbildung erfolgt integrativ. Dazu werden Grundkenntnisse über die ernährungswissenschaftlichen Ursachen umschriebener Störungen und Krankheiten vermittelt. Zudem erarbeiten sich die Teilnehmer Kenntnisse auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin und der chinesischen Diätetik, die für Prophylaxe, Diagnostik und Therapie von akuten und chronischen ernährungsabhängigen Erkrankungen relevant sind.

Weitere Informationen und den gesamten Ausbildungsplan finden Sie in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.


Qi Gong

Qi Gong als Entspannungs- und Präventionsmethode erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Bekannt und auch durch Studien belegt sind positive Wirkungen auf Atmung und andere vegetative Funktionen sowie auf Beschwerden im Bewegungsapparat.
Die Anwendung von Qi Gong als gezielte Therapiemethode – als eine der 5 Säulen der Chinesischen Medizin – ist im europäischen Raum jedoch wenig verbreitet.

Die Ausbildung der DÄGfA möchte Sie in Theorie und Praxis mit den verschiedenen Aspekten des medizinischen Qi Gong vertraut machen.

Weitere Informationen und den gesamten Ausbildungsplan finden Sie in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.


TuiNa

Die Ausbildung ist für Ärzte und Physiotherapeuten konzipiert und bietet den Teilnehmern eine praxisorientierte Weiterbildung. Sie verfolgt das Ziel der Integration chinesischer Manualtherapie in die medizinische Versorgungsrealität unseres alltäglichen Praxis ablaufs.
Der Kurs ist so konzipiert, dass Sie neben der Theorie die Möglichkeiten der praktischen Anwendung kennenlernen und erlernen. Es wird großer Wert auf das intensive praktische Üben gelegt.

Weitere Informationen und den gesamten Ausbildungsplan finden Sie in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.


Japanische Akupunktur

In Japan hat sich eine besondere Akupunkturpraxis herausgebildet, die faszinierende Errungenschaften vorweisen kann. Der Jahrhunderte anhaltende Anpassungsprozess an die japanischen Verhältnisse und genialen Ärzte persönlichkeiten in der Geschichte der Japanischen Medizin haben eine eigenständige Heilmethode geprägt, die sich in zahlreichen Merkmalen von der chinesischen Mutterheilkunde unterscheidet: wesentlich dünnere Nadeln, schmerzlose Stichtechniken mithilfe eines Führungstubus (shin-kan) und subtile Moxibustionstechniken mit feinsten Moxaqualitäten.

Weitere Informationen und den gesamten Ausbildungsplan finden Sie in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.


Japanische Kampo-Medizin

Der Begriff Kampo-Medizin beschreibt die in Japan praktizierte traditionelle Ost-Asiatische Arzneipflanzentherapie. Dabei werden pflanzliche Arzneidrogen in festgeschriebenen Rezepturen in Form von Dekokten oder Extraktprodukten therapeutisch angewandt. Die Kampo-Medizin wurde vor über 1.500 Jahren aus China übernommen, hat sich in Japan aber eigenständig entwickelt.

Die Kampo-Medizin als exklusiv ärztliche Therapiemethode ist in Japan gut in die moderne Medizin integriert. In den vergangenen Jahrzehnten erfolgte eine wissenschaftliche Neubewertung. Es wurden nicht nur wesentliche Ergebnisse in Grundlagen- und klinischer Forschung erzielt, sondern auch ein Qualitätsstandard für Rohdrogen und Extrakt-Präparate entwickelt.

Weitere Informationen und den gesamten Ausbildungsplan finden Sie in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.


Bei allen Fragen zu unseren Spezialausbildungen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

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DÄGfA Akupunkturfilme – der YouTube Kanal der DÄGfA zeigt viele spannende Kurzfilme

Kennen Sie bereits unsere DÄGfA Filme auf dem DÄGfA YouTube Kanal? Hier stellen wir u.a. unser Ausbildungskonzept vor und zeigen Ihnen Kurzportraits über unsere„Meister“ aus den eigenen Reihen und die Therapieverfahren.

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lassen sich beeindrucken und insprieren!

Zusatzbezeichnung Akupunktur – Die Ausbildung bei der DÄGfA


Die Ausbildung für Studenten bei der DÄGfA


Portraits und Therapieverfahren unserer „Meister“

 

Portrait von Dr. Toshikatsu Yamamoto

Einblick in die Methode und das Wirken von Dr. Toshikatsu – sein Lebenswerk!

Hier gehts zum Film „Portrait Toshikatsu Yamamoto“


Portrait von Dr. Jochen Gleditsch

Ein Lebenswerk – für eine menschlichere
Medizin und die Akupunktur

Hier gehts zum Film „Portrait Dr. Jochen Gledtisch“


YNSA – Yamamoto Neue Schädelakupunktur mit Dr. Toshikatsu Yamamoto und Dr. Hans Ogal

Die Schädelakupunktur nach Yamamoto – eine hoch effektive Methode zur Therapie von Schmerzen, Paresen und Bewegungseinschränkungen – lassen Sie sich inspirieren. Regelmäßig Kurse bei der DÄGfA!

Hier gehts zum Film „YNSA – Yamamoto Neue Schädelakupunktur“


MAPS – Dünndarm 3 Akutpunktur – Areal nach Dr. Jochen Gleditsch.

Therapie für alle, die zusätzlich zu den bewährten Punktsystemen der Ohrakupunktur auch Kenntnisse über neu hinzugekommene Mikrosysteme gewinnen möchten.

Hier gehts zum Film „MAPS – Dünndarm 3 Akutpunktur“


Very Point Akupunkturmethode nach Dr. Jochen Gleditsch

Die Methode zur exakten Lokalisation der Akupunkturpunkte.

Hier gehts zum Film „Very Point Methode“


Mundakupunktur nach Dr. Jochen Gleditsch

Die Wirksamkeit der Mundakupunktur ist inzwischen sehr gut durch Studien belegt. Sie beziehen sich auf „Sofortwirkungen“ bei funktionellen Störungen und Schmerzen der HWS (Irnich, Behrens, Gleditsch; Schmerzambulanz LMU München, 1996) und auf gnathologische Dysfunktionen (Simma, Gleditsch; Kieferklinik der Universität Wien, 2001).

Hier gehts zum Film „Mundakupunktur“


MAPS – Mikroakupunktursysteme nach Dr. Jochen Gleditsch

Inzwischen wurde neben der Ohrakupunktur eine Reihe weiterer Mikrosysteme kartographiert. Hier hat Dr. med. Jochen Gleditsch als HNO- und Zahnarzt sehr viel erforscht und zahlreiche neue Mikrosysteme entdeckt und aufgezeichnet.

Hier gehts zum Film „MAPS – Mikroakupunktursysteme“

Bericht: Symposium „Akupunktur und Psychiatrie“ am 17.11.2018

„Traumata mit Akupunktur behandeln“ stand im Fokus des diesjährigen 4. Symposiums Akupunktur und Psychiatrie vom 17.11.2018 in München. Schon das 3. Mal fand das Symposium in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums der Universität München (LMU, Direktor: Professor Dr. Peter Falkai) statt und wurde maßgeblich von Dr. Richard Musil, Oberarzt der Spezialstation für Borderline-Störungen an der LMU München und Leiter der Fachkommission Akupunktur und Psychiatrie der DÄGfA, organisiert.

Über 60 Teilnehmer fanden sich im Alzheimer-Saal der Psychiatrischen Klinik ein und verfolgten gespannt die vielseitigen Vorträge.

 

Dr. med. Richard Musil eröffnete das Symposium und führte in seinem Vortrag zum Einen inhaltlich in das Thema Trauma ein, verdeutlichte die Wichtigkeit und Aktualität des Themenschwerpunktes und setzte andererseits wissenschaftliche Akzente. Zwar gibt es bereits einige vielversprechende Studien, letztlich fehlt es aber an großen Studien von guter Qualität als Voraussetzung, um Akupunktur flächendeckend in dieser Indikation in der Psychiatrie etablieren zu können.

Dr. med. Jürgen Schottdorf, Allgemeinmediziner in eigener Praxis in Friedberg, stellte die von ihm entwickelte Methode zur Behandlung von Traumata und Kränkungen mit palpations-basierter Akupunktur vor. Anschaulich skizzierte er die Rahmenbedingungen, die verschiedenen Behandlungsschritte und stellte erste Daten zur Effektivität der Methode vor. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass im Rahmen der Akupunkturbehandlung eine Konfrontation mit dem Trauma erfolgt, was gemäß aktuellem Stand der Psychotherapieforschung der entscheidende Aspekt einer Trauma-zentrierten Psychotherapie darstellt.

Im Folgenden referierte Dr. med. Adriane Röbe, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Allgemeinmedizin und Vorstandsmitglied der NADA-Schweiz, tätig in psychotherapeutischer Praxis in Augsburg, über ihre Erfahrungen mit Akupunktur bei Patienten mit Borderline-Störung und Traumatisierung. In zahlreichen Fallbeispielen zeigte sie die positive Wirkung, aber auch mögliche Fallstricke in der Behandlung mit NADA- und Körperakupunktur bei dieser Patientengruppe auf und ging dabei insbesondere auf die Besonderheiten von Setting und Beziehungsgestaltung ein.

Dipl.-Psych. Kati Eisfeldt-Räder berichtete eindrücklich von den Erfahrungen aus der Traumaambulanz der Universitätsklinik Carl-Gustav-Carus in Dresden, wo sie als psychologische Psychotherapeutin tätig ist und die NADA-Ohrakupunktur sowohl im Gruppen-Setting, aber auch in der Einzelpsychotherapie (z.B. als Unterstützung während oder nach der Therapie) in der klinischen Routine der Therapie mit komplexen Traumafolgestörungen angewandt wird. Spannend war insbesondere ihr psychologisch-psychotherapeutischer Blickwinkel auf die Akupunktur als hilfreiches zusätzliches Therapiewerkzeug und Bereicherung für die etablierten psychotherapeutischen Verfahren.

Dr. med. Elisabeth Friedrichs, Fachärztin für Allgemeinmedizin, sowie Dozentin und Vorstandsmitglied der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng, berichtete sehr lebendig von ihren Erfahrungen bei der Etablierung einer NADA-Gruppe für traumatisierte Flüchtlinge. Beherzt war 2015 in Augsburg von einigen Ärzten der Arbeitskreis «Flucht und Trauma» ins Leben gerufen worden, welcher durch die Referentin moderiert wird. Neben vielen bewegenden Erfahrungen, galt und gilt es jedoch auch diverse politische und kulturelle Hürden zu überwinden, wobei die NADA-Akupunktur insgesamt sehr gut angenommen und als hilfreich erlebt wurde.

Dr. med. Nicolas Behrens, niedergelassener Facharzt für Physikalische Medizin mit Schwerpunkt Schmerztherapie/Psychosomatik/Akupunktur und Dozent der DÄGfA spannte in seinem Vortrag über körpertherapeutische Interventionen zur Traumatherapie den Bogen zwischen psychischen und körperlichen Symptomen bei Patienten mit Traumatisierung. Untermauert mit einer Vielzahl an Beispielen stellte er sein therapeutisches Vorgehen basierend auf der Methode Psychotonik Glaser® vor.

Dr. rer. nat. Larissa Wolkenstein, psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin (VT) und akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der LMU München und stellvertretende Leiterin der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz (Traumaambulanz) schloss mit ihrem State-of-the-Art Vortrag über die Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) den ersten Teil des Symposiums ab. Dabei ging sie insbesondere auf die aktuelle Evidenz in der Psychotherapieforschung ein und skizzierte das Vorgehen der einzelnen Methoden.

 

Nach den Impulsvorträgen, welche jeweils von lebhaften Diskussionen begleitet wurden, bestand am Nachmittag die Möglichkeit die Inhalte der Referate in Form von Workshops zu vertiefen. In den vier verschiedenen Workshops, welche jeweils in einer zweiten Runde wiederholt wurden, standen praktische Erfahrungen und intensiver Austausch im Vordergrund. So konnten die Teilnehmer in den Workshops von Dr. med. Jürgen Schottdorf und Dr. med. Nicolas Behrens jeweils direkte Erfahrungenen mit den vorgestellten Methoden sammeln und diese selbst ausprobieren. Im Workshop von Dr. med. Adriane Röbe wurde insbesondere auf die Beziehungsgestaltung im Rahmen der Akupunktur in der Arbeit mit Borderlinepatienten Bezug genommen, während im Workshop von Dipl.-Psych. Kati Eisfeldt-Räder NADA direkt erfahrbar war und auf die Besonderheiten des NADA-Settings im Rahmen der Psychotherapie eingegangen wurde.

 

Am Folgetag bot sich die Möglichkeit im Kurs M3 K09 der Meisterausbildung „Akupunktur in Psychiatrie und Psychosomatik“ tiefer in die unterschiedlichen Teilbereiche der Psychiatrie und deren Behandlung in der traditionell chinesischen Medizin unter Bezugnahme auf die jeweiligen schulmedizinischen Aspekte einzutauchen, oder aber sich im Spezialkurs von Dr. med. Jürgen Schottdorf «Psychische Traumata, Kränkungen und chronischer Schmerz – ein neues Therapiekonzept mit Japanischer Akupunktur» intensiver mit der am Vortag vorgestellten Methode auseinanderzusetzen und diese in vielen praktischen Übungen zu erlernen.

 

Das nächste Symposium Akupunktur und Psychiatrie wird im November 2020 stattfinden.

Der nächste M3 K09 Psychiatrie/Psychosomatik inkl. FK findet vom 12.10.2019 – 13.10.2019 in München statt. Hier buchen.

 

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

Bericht: Studententag DÄGfA in Berlin am 11.11.2018

Erstmals fand ein Studententag für Fortgeschrittene im Symposium-Format statt mit direktem Einstieg in Themen wie: Arzt-Patienten-Verhältnis, Triggerpunktakupunktur, TuiNa und Qigong.

Bislang wurden bei den Studententagen die Grundlagen der TCM und Praktiken wie Schröpfen, Moxa und Akupunktur den Studierenden nahegelegt- so wie auch wieder beim nächsten Studententag in Düsseldorf am 02.11.2019.

Als prominenten Dozenten konnten wir diesmal einenDr. Klaus-Dieter Platsch gewinnen. Er konnte mit seinen Erfahrungen mit Umgang von Patienten sowohl die Tutoren als auch die Teilnehmer mitreißen.

Neben Qi Gong Übungen und Vorträgen zur TCM und Triggerpunktakupunktur konnten wir Tutoren erstmals spezielle Themen, wie YNSA, TuiNa und Triggerpunktakupunktur anbieten.

Rundum war das Pilotprojekt „Studenten-Symposium“ ein gelungener Erfolg mit Studierenden aus 5 medizinischen Fakultäten in Deutschland.

Bericht: Symposium „Integrative Medizin und Akupunktur in der Gynäkologie“

Am Samstag 10.11.2018 fand in den Räumen der Charité das 1. gemeinsame Symposium der Klinik für Gynäkologie – Zentrum für onkologische Chirurgie und der Hochschulambulanz für Naturheilkunde des Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin und der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. statt.

Wir freuen uns, dass wir Referenten mit unterschiedlicher Expertise im Bereich gynäkologischer Erkrankungen mit sowohl klinischen, sowie wissenschaftlichen Schwerpunkten für Vorträge und Praxis-Workshops gewinnen konnten. Dadurch konnten wir das diesjährige Programm mit praxisrelevanten, evidenzbasierten Inhalten sehr vielseitig und interdisziplinär gestalten.

Hochkarätige universitäre Wissenschaftler in den Bereichen Gynäkologie, Naturheilkunde und Integrative Medizin, sowie niedergelassene Gynäkologen stellten zu klassischen Krankheitsbildern in der Gynäkologie ihre praktischen Erfahrungen und die aktuelle wissenschaftliche Evidenz dar.

Aus verschiedenen Perspektiven konnten wir beleuchten, welche Möglichkeiten sich aus dem Bereich der konventionellen Medizin und der Integrativen Medizin mit besonderem Fokus auf die Akupunktur und Chinesische Medizin bei der Behandlung von Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen ergeben.

In praxisnahen Workshops wurden darüber hinaus Vortragsthemen vertieft und die praktische Anwendung von Akupunktur und weiteren komplementären Verfahren dargestellt und in kleineren Workshop-Gruppen intensiv diskutiert.

Prof. Dr. med. Benno Brinkhaus, Professor für Naturheilkunde, Leiter der Charité Hochschulambulanz für Naturheilkunde Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charite-Universitätsmedizin Berlin. eröffnete das Symposium gemeinsam mit PD Dr. D. Irnich,1. Vorsitzender der DÄGfA, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz, Klinik für Anaesthesiologie am Klinikum der Universität München (LMU), Campus Innenstadt.

Prof. Dr. med. Jalid Sehouli ist Direktor der Klinik für Gynäkologie Charité Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin sowie Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums der Charité in Berlin Prof. Dr. Jalid Sehouli, Berlin und führte in seinem Vortrag „Integrative Onkologie in der Gynäkologie zum Einen inhaltlich in das Thema ein, verdeutlichte die Wichtigkeit und Aktualität des Themenschwerpunktes und setzte andererseits wissenschaftliche Akzente.

Professor Elisabet Stener-Victorin, PhD, auf dem Gebiet der Akupunktur eine der führenden Gynäkologie-Forscherinnen, ist am Institut für Physiologie und Pharmakologie am Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden tätig. Leiterin der Forschungsgruppe Reproduktive Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselstörungen. In Ihren Vortrag „Can acupuncture be used to relieve PCOS (polycystic ovary syndrome) related symptoms?“ fasste sie ihre klinischen und experimentellen Studien zusammen. Mit einer Prävalenz von rund zehn Prozent ist PCOS eine der häufigsten Stoffwechselstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Ausgelöst wird es durch unterschiedliche pathogenetische Mechanismen. PCOS ist die Hauptursache für erhöhte Androgenspiegel (Hyperandrogenismus), Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit.

Im Folgenden referierte Dr. med. Johanna Stör, Fachärztin für Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Stamm-Dozentin der DÄGfA  über ihre „Erfahrungen mit Akupunktur bei Patientinnen mit Dysmenorrhoe und Prämenstruellem Syndrom“.

Dr. med. Miriam Ortiz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialmedizin – Charité referierte über „Möglichkeiten der Integrativen Medizin bei Wechseljahresbeschwerden“.

Praxisnah mit viel TCM-Bezügen steltte Dr. med. Kirsten Kuhlmann, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin das Thema „Myome und Endometriose – Therapie mit Chinesischer Arzneimitteltherapie und Akupunktur“ dar.

Den Abschlussvortrag hielt Dr. med. Stefan Englert, Facharzt für Allgemeinmedizin, Schwerpunkt-Praxis für chinesische Medizin in Ravensburg. Begründer des Ausbildungsinstitut TCM-Advance, der DWG TCM e.V. und der Arbeitsgruppe TCM in der Reproduktionsmedizin mit einem spannenden Referat zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“.

Nach den Impulsvorträgen, welche jeweils von lebhaften Diskussionen begleitet wurden, bestand am Nachmittag die Möglichkeit die Inhalte der Referate in Form von Workshops zu vertiefen. In den vier verschiedenen Workshops, welche jeweils in einer zweiten Runde wiederholt wurden, standen praktische Erfahrungen und intensiver Austausch im Vordergrund. Themen waren:

  • Akupunktur in der Geburtshilfe, Dr. Johanna Stör
  • Fallkonferenz, Dr. Julia Vieregg, Dr. Miriam Ortiz
  • Acupuncture to relieve PCOS related symptoms, Prof. Elisabet Stener-Victorin
  • Unerfüllter Kinderwunsch, Dr. Stefan Englert

Wir danken allen Beteiligten für diese gelungene Veranstaltung!

 

Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de

Kurzfilm: Zusatzbezeichnung Akupunktur bei der DÄGfA – Alles was Sie dazu wissen müssen

Sie interessieren sich für die Grundausbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Akupunktur und haben noch einige Fragen? Dann schauen Sie einfach mal in unser Kurzfim zu dem Thema – hier erklären wir einfach und anschlaulich alles, was Sie zu der Ausbildung wissen müssen.

Viel Freude dabei!

Bei allen weiteren Fragen beraten wir Sie gerne unter 089 / 710 05-11 oder fz@daegfa.de.

 

 

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Telefonische Buchung möglich unter der Service-Nummer +49 (0)1806 – 31 11 53 mit dem Stichwort „DÄGfA“.   Bitte halten Sie Ihre Kreditkarte zur Zahlung bereit (beachten Sie bitte, dass für die Bezahlung mittels Kreditkarte ein Zahlungsmittelentgelt entsprechend Beförderungsbedingungen für Personen durch die Unternehmen der Deutschen Bahn AG (BB Personenverkehr) erhoben wird). Die Hotline ist Montag bis Freitag von 8:00 – 20:00 Uhr erreichbar, die Telefonkosten betragen 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, maximal 60 Cent pro Anruf aus den Mobilfunknetzen.

Alle Informationen zum DB Veranstaltungsticket finden Sie hier.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise.

Weltärztekongress für Akupunktur ICMART-iSAMS 2018: Zeit für die weltweite medizinische und gesundheitspolitische Anerkennung der Akupunktur

Vom 07. bis 09. September 2018 fand der bis dahin größte internationale Kongress für ärztliche Akupunktur mit 212 wissenschaftlichen Beiträgen, 187 international renommierten Referenten aus 36 Nationen und über 500 Teilnehmern im Hilton Hotel in München statt.

Ausgezeichnete Wissenschaftler, erfahrene Praktiker, Meister und Studierende trafen sich auf der ICMART-iSAMS 2018, um sich über ärztliche Akupunktur und aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen, Neues zu lernen und zu hinterfragen − und nicht zuletzt, um gemeinsam zu feiern.

Veranstaltet wurde der international beachtete Kongress in Zusammenarbeit der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. – DÄGfA (Co-Chair Hedi Luxenburger), der Klinik für Anaesthesiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (Co-Chair Dominik Irnich), dem internationalen Akupunkturdachverband ICMART (Co-Chair Konstantina Theodoratou) und der koreanischen Organisation des International Scientific Acupuncture and Meridian Symposium – iSAMS (Co-Chair Pan Dong Ryu).

Für die Kliniker und Wissenschaftler, die von überall auf der Welt nach München gereist waren, standen der Einsatz der Akupunktur in der Anaesthaesiologie, die Wirksamkeit der Nadeltherapie bei muskuloskelettalen und neuropathischen Schmerzen, unterschiedlichen Allergien, gynäkologischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie der Einsatz von Akupunktur und Qigong bei der Behandlung von Katastrophenopfern im Fokus.

Highlights Plenarveranstaltungen: Akupunktur auf dem Prüfstand

Die weltweit größte Datenbank zur Akupunktur bei chronischen Schmerzen präsentierten Prof. Brinkhaus (Charité Berlin), Prof. Linde (TU München) und Prof. Witt (Universität Zürich). Ihre Analysen zeigen eindeutig, dass Akupunktur bei chronischen Schmerzen Placebo überlegen ist und klinisch wirksam eingesetzt werden kann.

Prof. Chapman (University Utah, USA), veranschaulichte, dass Akupunktur möglicherweise über Änderungen des Bewusstseinszustandes die Schmerzwahrnehmung beeinflussen (Schmerz als Bewusstseinszustand) und – vereinfacht gesagt – das Schmerzgedächtnis löschen oder zumindest abschwächen könnte. Dazu illustrierten drei Spezialisten für bildgebende Verfahren, dass kortikale Reorganisation und Dysbalance zwischen sympathischer und parasympathischer Aktivität durch Akupunktur ausgleichen werden können. Diese Aktivitäten spielen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen eine entscheidende Rolle (Prof. Napadow, Harvard Medical School, Boston, USA; Prof. Harris, University of Michigan, USA; Prof. Beissner, Medizinische Hochschule Hannover).

Einem weiteren innovativen Ansatz, der Prädiktion der Akupunkturwirkung durch sensorische Empfindungsschwellen, widmete sich ein Symposium, zu dem Prof. Treede (Universität Heidelberg) den Auftakt gab. Hier diskutierten unter anderem Prof. Audette (Harvard Medical School, USA), Dr. Kong (Standford University, USA) und Dr. Bäumler von der Schmerzambulanz am Campus Innenstadt.

Neben den wissenschaftlichen Themen bildeten gesundheitspolitische Aspekte einen Schwerpunkt: Der Nutzen von Akupunktur in internationalen Gesundheitsstrategien wurde lebhaft debattiert. Zur Diskussion stellten sich unter anderem der WHO Koordinator für Traditionelle und Komplementäre Medizin, Dr. Zhang Qi, und der EUROCAM Sprecher Ton Nicolai.

Eine kritische Analyse bot Prof. Unschuld, Charité Berlin als er der Frage nachging „Can Traditional Chinese Medicine (TCM) be Global?“.

Wissenschaftliche Poster und Verleihung des ICMART Science Award

Begleitet wurde der Kongress von einer Posterausstellung. Insgesamt wurden acht Preise verliehen, jeweils mit 250 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden Herr Shin Takayama, Tohoku University Hospital, Japan, Frau Caroline Stratmann und Herr Henning Pott, beide Klinik für Anaesthesiologie, LMU München, Herr Ari Ojeda Ocampo Moré, Brasilien, Herr Antonio Carlos Santana, Brasilien, Herr Christoph Colling, Falkensee, Herr Seunghoon Lee, Department of Acupuncture & Moxibustion Medicine, Kyung Hee University, Südkorea, Herr Berthold Henkel, Greifswald.

Der bei der Abschlussveranstaltung verliehene, mit 1.000 Euro dotierte ICMART Science Award, ging in diesem Jahr an Herrn Younbyoung Chae, Dept. of Meridian and Acupoint, College of Korean Medicine, Südkorea.

Den ICMART-3B Young Science Travel Award gewannen Frau Sandra Blum, Österreich, Frau Mai Elsheikh, Ägypten, Frau Gesine Schultz, Greifswald sowie an Herr Million Tesfaye Eshete, Äthiopien. Der Young Scientist Travel Award ist mit 500 Euro dotiert.